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Luftrettung an deutsch-polnischer Übung beteiligt

06.10.2005

Zielona Gora (PL) ::  An einer gemeinsamen Übung deutscher und polnischer Rettungskräfte beteiligte sich am 29.09. in Zielona Gora auch ein polnischer Rettungshubschrauber. Geübt wurde in dem grenznahen Gebiet die wechselseitige Kooperation nach einem angenommenen Großschadensfall. Angenommen wurde ein Zugunglück mit einem Massenanfall von Verletzten in der Nähe von Zielona Gora. Es waren cirka 150 Einsatzkräfte in diese Übung eingebunden. Hiervon 28 kamen aus Cottbus, darunter Feuerwehr für die technische Hilfeleistung und Rettungskräfte des Katastrophenschutzes mit insgesamt sieben Einsatzfahrzeugen.

Der Rettungshubschrauber der Lotnicze Pogotowie Ratunkowe (Selbstständige öffentliche Anstalt der Gesundheitsbetreuung - Luftrettungsdienst) ist am Flugplatz Zielona Gora stationiert. Eingesetzt wird ein Hubschrauber des sowjetischen Baumusters Mi-2 plus, der auch bei dieser Übung genutzt wurde.

Zusammenarbeit der Rettungskräfte beidseits der Grenze erfolgen regelmäßig, wobei die Sprache die vermutlich größte Barriere darstellt.

Aufgrund der unterschiedlichen Hemmnisse durch Sprache und verschiedenartigen etablierten Systemen ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Luftrettungsdienste von Deutschland und Polen derzeit noch deutlich weniger weit fortgeschritten als etwa zwischen der Bundesrepublik und den Niederlanden oder Österreich.

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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