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Christoph Europa 2 - Verlegung

25.02.2003

Rheine (NRW) ::  Die planmäßige Verlegung des in Rheine stationierten Rettungshubschraubers Christoph Europa 2 zu seinem neuen Stützpunkt wird trotz einiger Schwierigkeiten schon in Kürze angelaufen. Ungewohnheiten wird es vor allem beim Starten des Hubschraubers geben, die sich aus der Bebauung rund um den Stützpunkt ergeben.

"Die Piloten müssen rückwärts starten", so Ernst Kratzsch, erster Beigeordneter der Stadt Rheine, gegenüber einer regionalen Zeitung. Nur so könne eine sichere Notlandung bei einem Triebwerksausfall garantiert werden. Würde der Hubschrauber normal, also vorwärts starten, wäre nicht genug Platz für eine Notlandung per Autorotation. Denn Hubschrauber starten eigentlich gegen den Wind, um entsprechenden Auftrieb zu bekommen und bei Windböen besser reagieren zu können. Somit hat der Pilot den Hubschrauber besser unter Kontrolle, wenn er gegen den Wind startet. Dasselbe gilt für Landungen. Bei einem Triebwerksausfall könnte der Hubschrauber noch lange genug durch die Autorotation "auf dem Wind segeln", um dennoch sicher landen zu können. Wenn der Pilot den Hubschrauber in Rheine nach dem Abheben vom neuen Standort nach hinten zieht, indem er das Heck absenkt, so wird eine entsprechende Sicherheit gewährleistet sein.

Schon bei der Planung der neuen Station an der Lindenstraße war klar, dass diese ungewohnte Verfahren notwenig sein würde. "Natürlich wäre es besser gewesen, das ganze Parkdeck ein paar Meter höher zu haben. Aber das hätte enorme Mehrkosten verursacht", so Kratzsch weiter. Und diese zusätzliche finanzielle Belastung wollte natürlich weder die ADAC Luftrettung GmbH noch das Land auf sich nehmen. Der neue Stützpunkt wird als ein "Kompromiss" eingestuft. Mit diesem Kompromiss könne man nach Ansicht der Beteiligten allerdings leben.

Der neue Stützpunkt des RTH soll im Juni oder Juli diesen Jahres fertiggestellt sein. Im Verlauf des Sommers wird der Flugbetrieb dann wohl planmäßig vom neuen Standort aus anlaufen. Weder Zeit- noch Kostenrahmen bereiten derzeit Probleme. Eine Pressesprecherin des ADAC sagte einer Zeitung, dass Formalien bezüglich der Bebauung rund um den neuen Standort noch angepasst werden müssten. Ansonsten sei man zuversichtlich, dass alles klappen werde.

Als "Christoph Europa 2" wird normalerweise die EC 135 mit der Luftfahrzeugkennung D-HSOS von der ADAC Luftrettung GmbH eingesetzt.

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