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Faszination Luftrettung


„Christophorus Europa 3“ in Suben ab sofort rund um die Uhr einsatzbereit

28.09.2026

Suben (A) ::  Seit Freitag, den 25. September 2026, steht der am Flugplatz Suben stationierte Notarzthubschrauber „Christophorus Europa 3“ erstmals rund um die Uhr für Einsätze zur Verfügung. Mit der Umstellung auf einen 24-Stunden-Betrieb wird insbesondere die nächtliche Luftrettung im Westen Oberösterreichs sowie im angrenzenden Bayern ausgebaut.

Frédéric Bruder - Geschäftsführer ADAC Luftrettung, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander, Marco Trefanitz - Geschäftsführer ÖAMTC Flugrettung

Frédéric Bruder - Geschäftsführer ADAC Luftrettung, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander, Marco Trefanitz - Geschäftsführer ÖAMTC Flugrettung

Foto: Land OÖ - Max Mayrhofer

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Der grenzüberschreitende Luftrettungsstützpunkt wird seit 2002 gemeinsam von der ÖAMTC-Flugrettung und der ADAC Luftrettung betrieben. Auch künftig kommen Hubschrauber beider Organisationen zum Einsatz: In den Sommermonaten stellt traditionell der ÖAMTC, im Winterhalbjahr die ADAC Luftrettung eine H135. Besatzungen und medizinisches Personal stammen ebenfalls aus beiden Ländern.

Für den neuen Nachtflugbetrieb wurden zusätzliches Personal ausgebildet sowie Hubschrauber und Infrastruktur für die besonderen Anforderungen nächtlicher Einsätze vorbereitet. Am Standort stehen nach Angaben der Verantwortlichen acht Piloten, zwölf Flugretter und 28 Notärzte zur Verfügung. Die eingesetzte H135 verfügt unter anderem über ein Helionix-Cockpit und einen Vier-Achs-Autopiloten.

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander vor dem Hubschrauber

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander vor dem Hubschrauber

Foto: Land OÖ - Max Mayrhofer

Für die Nachtstunden rechnen die Verantwortlichen mit rund 250 zusätzlichen Einsätzen pro Jahr. Suben ist nach Gneixendorf/Krems sowie Niederöblarn und St. Michael der vierte rund um die Uhr betriebene Stützpunkt der ÖAMTC-Flugrettung. Ergänzend wird in Suben ein bodengebundenes Einsatzfahrzeug vorgehalten, mit dem die Crew bei wetterbedingter Flugunfähigkeit im Umfeld des Stützpunktes eingesetzt werden kann. Das Land Oberösterreich stellt für den Ausbau des Nachtbetriebs jährlich zusätzlich rund 2,25 Millionen Euro bereit.

Durch die unmittelbare Grenzlage versorgt „Christophorus Europa 3“ neben dem oberösterreichischen Innviertel regelmäßig auch den Großraum Passau, den Bayerischen Wald und weitere Teile Niederbayerns. Nach Angaben des Landes Oberösterreich zählt der Hubschrauber zu lediglich zwei grenzüberschreitend arbeitenden Notarzthubschraubern Europas.

„Christophorus Europa 3“ vor dem Hangar am Standort in Suben

„Christophorus Europa 3“ vor dem Hangar am Standort in Suben

Foto: ÖAMTC Flugrettung

Autor

Quelle(n):
Land Oberösterreich / ÖAMTC-Flugrettung / ADAC Luftrettung

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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