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AIRMED World Congress 2026 startet in München

16.09.2026

München (BAY) ::  Am heutigen Mittwoch startet in München der AirMed World Congress 2026. Bis Freitag treffen sich mehr als 800 Fachleute aus rund 40 Ländern zum internationalen Austausch über die Zukunft der Luftrettung und des Ambulanzfluges. Veranstaltet wird der Kongress von der ADAC Luftrettung gemeinsam mit dem European HEMS and Air Ambulance Committee (EHAC). Nach 46 Jahren kehrt die Veranstaltung damit an ihren Ursprungsort München zurück.

Das Logo der Veranstaltung

Das Logo der Veranstaltung

Foto: AirMed

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Spezialeinsatz: Auf der AirMed 2026 demonstrieren Hersteller und Windenoperator Einsätze mit der Rettungswinde

Spezialeinsatz: Auf der AirMed 2026 demonstrieren Hersteller und Windenoperator Einsätze mit der Rettungswinde

Foto: Philip Bockshammer

Auf dem Programm stehen mehr als 160 Vorträge, 85 Workshops und 15 Panel-Diskussionen. Inhaltlich reicht das Spektrum von Flugsicherheit, präklinischer Notfallmedizin und Ausbildung über Krisen- und Katastrophenmanagement bis zu Telemedizin, Digitalisierung und neuen Technologien in der Luftrettung. Es haben sich etwa 120 Referenten aus sechs Kontinenten angekündigt.

Eine Besonderheit des diesjährigen Kongresses sind die zwei Veranstaltungsorte. Während das BERGSON Kunstkraftwerk in München vor allem für Vorträge, Diskussionen und die Industrieausstellung genutzt wird, liegt der Schwerpunkt am ADAC Luftrettung Campus in Oberpfaffenhofen auf der praktischen Ausbildung. Dort stehen unter anderem Flug- und Missionssimulationen, CRM-Training, Windenoperationen, präklinischer Ultraschall sowie Workshops zu Technik und Wartung von Rettungshubschraubern auf dem Programm.

Der neue ADAC Luftrettung Campus in Oberpfaffenhofen bei München: Einer von zwei Veranstaltungsorten der AirMed 2026

Der neue ADAC Luftrettung Campus in Oberpfaffenhofen bei München: Einer von zwei Veranstaltungsorten der AirMed 2026

Foto: ADAC Luftrettung

Das BERGSON Kunstkraftwerk präsentiert sich nach umfassender Revitalisierung als modernes Zentrum für Kunst, Kultur und Veranstaltungen. Auch dieses ist einer von zwei Veranstaltungsorten der AirMed 2026

Das BERGSON Kunstkraftwerk präsentiert sich nach umfassender Revitalisierung als modernes Zentrum für Kunst, Kultur und Veranstaltungen. Auch dieses ist einer von zwei Veranstaltungsorten der AirMed 2026

Foto: Simon Haseneder

Für Luftfahrtinteressierte dürfte auch das umfangreiche Static Display interessant sein. Am BERGSON werden unter anderem ein Mock-up des neuen Airbus H140 sowie eine H135 und eine historische BO 105 der ADAC Luftrettung gezeigt. Am Luftrettung Campus sind nach Angaben der Veranstalter eine Dornier 328 von ADAC SE/Aero-Dienst, eine Airbus H160, eine Bell 429 von Air Zermatt sowie H145 von DRF Luftrettung, ADAC Luftrettung und Johanniter Luftrettung vorgesehen. Hinzu kommen H135 des ÖAMTC Christophorus Flugrettungsvereins und des Bundespolizei-Flugdienstes.

Hochalpine Rettung: Das Windenteam von Air Zermatt im Einsatz. Beim AirMed World Congress 2026 in München widmen sich mehrere Vorträge und Workshops dem Themenkomplex Rettungswinde

Hochalpine Rettung: Das Windenteam von Air Zermatt im Einsatz. Beim AirMed World Congress 2026 in München widmen sich mehrere Vorträge und Workshops dem Themenkomplex Rettungswinde

Foto: Uros Podlogar

Über das eigentliche Kongressprogramm hinaus wird am Samstag, 19. September, ein zusätzlich buchbares Praxisprogramm angeboten. Dazu gehören unter anderem ein Crew-Ressource-Management-Kurs für Führungskräfte sowie ein Mission-Simulation-Course für HEMS-Besatzungen. Bei diesem sollen komplexe Einsatz- und Patientenszenarien sowohl am Einsatzort als auch während des Fluges simuliert und anschließend per Videodebriefing ausgewertet werden.

Sicher durch die Nacht: Auf dem Airmed World Congress 2026 in München werden unter anderem die neuesten Produkte und Innovationen für Rettungsflüge in der Dunkelheit vorgestellt

Sicher durch die Nacht: Auf dem Airmed World Congress 2026 in München werden unter anderem die neuesten Produkte und Innovationen für Rettungsflüge in der Dunkelheit vorgestellt

Foto: Andreas Knöfel

Ein weiterer Programmpunkt führt zum ADAC Technik Zentrum in Landsberg am Lech und anschließend zum Mobility Test Center in Penzing. Im Mittelpunkt stehen neue Fahrzeugtechnologien und deren Auswirkungen auf technische Rettung und Notfallversorgung. Neben Besichtigungen und praktischen Demonstrationen ist in Penzing auch ein Unfallszenario unter Beteiligung von Feuerwehr und Luftrettung vorgesehen.

Bereits am heutigen Mittwochabend wird der Kongress offiziell im Münchner Hofbräuhaus eröffnet. Dabei wird zugleich das 25-jährige Bestehen der EHAC gewürdigt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat angekündigt, im Rahmen der Eröffnung den Luftrettungspionier und Unfallchirurgen Dr. Erwin Stolpe mit dem „Stern der Sicherheit“, der Bayerischen Staatsmedaille für Innere Sicherheit, auszuzeichnen.

Notfalleinsatz: Die gemeinnützige ADAC Luftrettung freut sich beim AirMed World Congress 2026 in München Fachleute aus aller Welt aus den Bereichen Luftrettung (Helicopter Emergency Medical Services; HEMS) und Ambulanzflug zusammenzubringen

Notfalleinsatz: Die gemeinnützige ADAC Luftrettung freut sich beim AirMed World Congress 2026 in München Fachleute aus aller Welt aus den Bereichen Luftrettung (Helicopter Emergency Medical Services; HEMS) und Ambulanzflug zusammenzubringen

Foto: ADAC HEMS Academy

Auf der AirMed 2026 geht es unter anderem um Zukunftstechnologien wie Multikopter und das Potential von elektrisch angetriebenen, senkrechtstartenden Fluggeräten (eVTOLs - electric vertical take-off and landing aircraft) für den Rettungsdienst

Auf der AirMed 2026 geht es unter anderem um Zukunftstechnologien wie Multikopter und das Potential von elektrisch angetriebenen, senkrechtstartenden Fluggeräten (eVTOLs - electric vertical take-off and landing aircraft) für den Rettungsdienst

Foto: Volocopter

Patiententransport über den Wolken: Auf der AirMed 2026 zeigen Flugzeughersteller die neuesten Entwicklungen für den weltweiten Krankenrücktransport

Patiententransport über den Wolken: Auf der AirMed 2026 zeigen Flugzeughersteller die neuesten Entwicklungen für den weltweiten Krankenrücktransport

Foto: ADAC SE

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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