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rth.info – Faszination Luftrettung

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Faszination Luftrettung


Neue Möglichkeiten in der Windenrettung

16.09.2026

Filderstadt (BWÜ) ::  Die DRF Luftrettung hat vor wenigen Tagen die Genehmigung für den hoistAR®-Windensimulator durch das Luftfahrtbundesamt erhalten. Sie ist damit der erste Luftrettungsbetreiber in Europa, dessen Trainingssyllabus zum Einsatz der Winde von einer nationalen Behörde genehmigt worden ist. Künftig können die Besatzungen der fünf Stationen mit Windenhubschrauber somit ihre Trainings auch virtuell durchführen – eine wichtige Ergänzung zu den zweimal jährlich stattfindenden Realtrainings. Die Möglichkeit der Kopplung mit dem H145 Full Flight Simulator bei der LAT Lufthansa Aviation Training in Frankfurt ermöglicht im Modus „slave to FFS“ ein gemeinsames Training von Hoist Operator und Piloten. Dieses Konzept ist bisher weltweit einzigartig.

Erster Luftrettungsbetreiber in Europa, dessen Trainingssyllabus zum Einsatz der Winde von einer nationalen Behörde zertifiziert worden ist: DRF Luftrettung

Erster Luftrettungsbetreiber in Europa, dessen Trainingssyllabus zum Einsatz der Winde von einer nationalen Behörde zertifiziert worden ist: DRF Luftrettung

Foto: Reiser Simulation and Training

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Um die komplexen Abläufe der Windenrettung sicher, professionell und schnell durchführen zu können, benötigen die Besatzungen regelmäßige, intensive und einsatzrealistische Trainings. Dies konnte bisher ausschließlich im Realflug umgesetzt werden. Doch mit dem nun zugelassenen, mobilen Windensimulator hoistAR®, den die DRF Luftrettung gemeinsam mit Reiser Simulation and Training entwickelt hat, eröffnet sich nun eine Reihe virtueller Trainingsmöglichkeiten. Der Simulator, der auf XR-(Extended Reality)-Technologie basiert, macht ein tages- und wetterunabhängiges Training der Piloten und Hoist Operator möglich, also jener Crewmitglieder, die auf der Kufe stehen. Einsatzkräfte haben somit eine weitere Möglichkeit, Einsatzszenarien zu trainieren, sich bestmöglich auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen vorzubereiten und die Sicherheit für Besatzungen und Patienten weiter zu erhöhen. Eine Besonderheit des Simulators: Die gesamte Technik ist in einem Anhänger verbaut und deshalb mobil und ortsunabhängig im Trainingsmodus „stand alone“ für Hoist Operatoren nutzbar. Der Trainee muss also nicht zu einem Simulationszentrum reisen.

Weiterer Vorteil – und zugleich Alleinstellungsmerkmal des hoistAR®: Er lässt sich mit dem H145 Full Flight Simulator bei der LAT Lufthansa Aviation Training in Frankfurt koppeln. Damit ist im Modus “slave to FFS“ ein gemeinsames Training von Hoist Operator und Piloten möglich. Ein bisher weltweit einzigartiges Konzept, das neue Perspektiven im Windentraining eröffnet.

Mehr Informationen zum hoistAR® unter: https://www.drf-akademie.de/hoistar

Das bietet der hoistAR®

  • Zwei Trainingsmodi: „Stand alone” (Training Hoist Operator) and „Slave to FFS” (Koppelung mit dem FFS, Training Hoist Operator/Pilot)
  • Mobile Nutzbarkeit: Auf- und Abbau in kürzester Zeit
  • XR (Extended Reality)-Technologie: Vereinigung der digitalen und realen Welt
  • XY-axes motion platform: Anpassung an veränderte Fluglagen oder Wettereinflüsse
  • Realistisches cable & load movement
  • High-end Systemdetailtreue („fidelity level”)

Die Vorteile für Anwender

  • Tageszeiten- und wetterunabhängiges Training
  • Mehr Sicherheit im Realeinsatz: Wiederholtes und individuelles Trainieren von Notverfahren und einzelnen Sequenzen des Windenverfahrens möglich
  • Nutzung eines ökologisch nachhaltigen Systems
  • Höhere Verfügbarkeit der Luftfahrzeug-Flotte durch geringere Bindung für Trainingszwecke
  • Realistisches cable & load movement
  • High-end Systemdetailtreue („fidelity level”)
Der hoistAR® kann mobil eingesetzt werden

Der hoistAR® kann mobil eingesetzt werden

Foto: DRF Luftrettung

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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