Zürich (CH) ::
An den Schweizer Rettungshubschrauber-Standorten in Zweisimmen (“Rega 14“) und Wilderswil (“Rega 10“) kommt neuerdings die H145 D3 von Airbus Helicopters zum Einsatz. Vormals flogen dort Agusta A 109 S Da Vinci. Die Rega setzt ihre Bestrebungen fort, eine typenreine und moderne Flotte zu betreiben. In früheren Jahren hatte sie auf die A109 für Hochgebirgsregionen und die EC 145 für die Flachlandstationen gesetzt. Zweisimmen liegt Luftlinie etwa 45km südlich von Bern; Wilderswil ist ein Ort nahe Interlaken zwischen dem Brienzer- und Thunersee. Beide gehören zum Kanton Bern. Unweit davon ragen besonders berühmte Schweizer Berge in den Himmel, unter anderem das Dreigespann Eiger, Mönch und Jungfrau, die teilweise Höhen deutlich über 4000 m aufweisen und ein entsprechend anspruchsvolles Revier für die Luftrettung bilden.
Die REGA führt zu den beiden Stationen weiter aus:
"Das breite Einsatzspektrum der Rega-Crews in Zweisimmen und Wilderswil ist aufgrund der touristischen Aktivitäten in der Region auch saisonalen Schwankungen unterworfen. So sind die Crews vor allem im Sommer und während der Wintersportsaison am stärksten gefragt. Die Zweisimmer Crew fliegt jährlich über 600 Einsätze, jene in Wilderswil über 1100 Einsätze. Um auf ein erhöhtes Einsatzaufkommen gut vorbereitet zu sein, stationiert die Rega an Spitzentagen jeweils einen weiteren Rettungshelikopter in Wilderswil. Auch diese zusätzliche Einsatzmaschine wird ab Anfang Juli ein Helikopter des Typs Airbus H145 D3 sein."
Nunmehr sei der Hubschrauber-Typenwechsel an 11 von 14 Einsatzbasen vollzogen, teilte die Rega mit.
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Die Fünfblatt-H145 wurde in Zweisimmen in Empfang genommen
Foto: Rega
Die Fünfblatt-H145 hier als REGA 10 an der Station in Wilderswil
Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.
Für die Luftrettung> besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte).
Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland.
Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008).
Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.
Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind.
Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen.
In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.
"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet.
Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.