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Faszination Luftrettung


Startschuss für die luftgestützte Wasserrettung in und um Dortmund

26.04.2026

Dortmund (NRW) ::  Pünktlich zu Beginn der Outdoor- und der bevorstehenden Badesaison gehört die luftgestützte Wasserrettung mittels Winde fest zum Leistungsspektrum der Dortmunder Station der DRF Luftrettung. Möglich wird dies durch den erfolgreichen Abschluss des Frühjahr Windentrainings der Station Dortmund am 20. April 2026. Bestandteil dieses Trainings war eine Wasserrettungsübung am Silbersee II bei Haltern am See, bei der die Dortmunder Besatzung gemeinsam mit Einsatzkräften der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Dortmund und mit Unterstützung der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) realistische Einsatzszenarien über Wasser trainierte.

Geübt wurde das Auffinden einer in Not geratenen Person im Wasser, der Anflug des Hubschraubers, das Absetzen eines Rettungsschwimmers im Wasser mit Hilfe der Winde, das Herausziehen der Person aus dem Wasser mit der Rettungsschlinge sowie das Absetzen des Ertrinkungsopfers am Ufer. Für die Logistik des Trainings war die Unterstützung der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) zentral, die mit zwei Booten ihre Rettungsschwimmer-Komparsen positionierte und das Gelände absicherte.

Startschuss für die luftgestützte Wasserrettung: Die Dortmunder Crew der DRF Luftrettung trainiert lebensrettende Einsätze über Wasser

Startschuss für die luftgestützte Wasserrettung: Die Dortmunder Crew der DRF Luftrettung trainiert lebensrettende Einsätze über Wasser

Foto: DRF Luftrettung

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Teamarbeit für mehr Sicherheit: Die DRF Luftrettung trainiert mit ihren Partnern Hand in Hand - hier das Abseilen auf ein Gebäude

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Foto: DRF Luftrettung

Ergänzend zu den Windenverfahren wurde auch der Einsatz des sogenannten „Restube“ trainiert. Die aufblasbare Schwimmhilfe, die seit 2025 zur Ausrüstung auf allen Hubschraubern der DRF Luftrettung gehört, kann aus dem Hubschrauber gezielt zu einer ertrinkenden Person abgeworfen werden und verschafft dieser sofort Auftrieb. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Trainings ist die Besatzung von Christoph Dortmund nun für Einsätze über Wasser wie Kanälen, Flüssen und Seen in Nordrhein-Westfalen einsatzbereit. Gerade bei Notfällen fernab des Ufers, beispielsweise bei Wassersportunfällen, sowie bei Katastrophenlagen ermöglicht die luftgestützte Rettung schnelle Hilfe – ein großer Sicherheitsgewinn für die Bevölkerung.

Teil eines umfassenden Winden-Trainings

Der Wasserrettungstag bildete den Abschluss des mehrtägigen Frühjahr Windentrainings der Besatzung des Dortmunder Hubschraubers. Bereits am Freitag und Samstag hatte die Dortmunder Crew rund um den Flugplatz Borkenberge Rettungsverfahren mit der Winde im Gelände und im Siedlungsbereich trainiert – etwa die Rettung aus bewaldeten Gebieten oder schwer zugänglichen Unfallstellen, wie zum Beispiel von Gebäuden.

Neben Notfalleinsätzen und Intensivtransporten ergänzt die Windenrettung das Leistungsspektrum von Christoph Dortmund optimal. Gerade weil Christoph Dortmund in Nordrhein-Westfalen zentral stationiert und der einzige windenfähige notarztbesetzte Hubschrauber in Nordrhein Westfalen ist, kommt diesem Verfahren eine enorme Bedeutung für die Bevölkerung zu. Es muss regelmäßig trainiert werden – denn Windenarbeit ist immer Teamarbeit
erklärt Georg Hein, Pilot an der Dortmunder Station der DRF Luftrettung.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Trainings ist die Besatzung von „Christoph Dortmund“ nun für Einsätze über Wasser wie Kanälen, Flüssen und Seen in Nordrhein-Westfalen einsatzbereit

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Trainings ist die Besatzung von „Christoph Dortmund“ nun für Einsätze über Wasser wie Kanälen, Flüssen und Seen in Nordrhein-Westfalen einsatzbereit

Foto: DRF Luftrettung

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit starken Partnern

Unser Frühjahr-Windentrainings konnte nur deshalb so erfolgreich und reibungslos durchgeführt werden, weil alle Partner, unter anderen die Feuerwehr Dortmund, die Bergwachten, die Polizei Nordrhein Westfalen, mit uns Hand in Hand gearbeitet haben
so Hein.
Unser Dank gilt zudem dem Flugplatz Borkenberge, dem LSV Dülmen, der DLRG in Haltern am See sowie dem THW, die mit ihrer Logistik und Infrastruktur die Durchführung des Trainings unterstützt haben.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Frühjahr-Windentrainings und der Wasserrettungsübung ist die Dortmunder DRF-Besatzung bestens vorbereitet – für schnelle, professionelle Hilfe aus der Luft, genau dann, wenn sie gebraucht wird.

Die Crews üben das Auffinden und Bergen einer in Not geratenen Person aus dem Wasser mithilfe der Rettungsschlinge

Die Crews üben das Auffinden und Bergen einer in Not geratenen Person aus dem Wasser mithilfe der Rettungsschlinge

Foto: DRF Luftrettung

Realistische Übungsszenarien am Silbersee II bei Haltern am See: DRF Luftrettung trainiert gemeinsam mit Feuerwehr Dortmund und DLRG

Realistische Übungsszenarien am Silbersee II bei Haltern am See: DRF Luftrettung trainiert gemeinsam mit Feuerwehr Dortmund und DLRG

Foto: DRF Luftrettung

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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