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rth.info – Faszination Luftrettung

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Faszination Luftrettung


Start des neuen Rettungshubschraubers Christoph Ortenau am Flughafen Lahr

20.04.2026

Lahr (BWÜ) ::  Am 17. April hat die neue Luftrettungsstation in Lahr offiziell den Betrieb aufgenommen. Mit dem dort stationierten Rettungshubschrauber Christoph Ortenau sorgen in BW nun neun Rettungshubschrauber für die Notfallversorgung aus der Luft.

Christoph Ortenau verbessert die medizinische Versorgung aus der Luft für den nördlichen Schwarzwald und die Ortenau. Nun werden auch vom neunten Luftrettungsstandort in Lahr aus täglich Menschenleben gerettet. Das ist ein starkes Zeichen für die Sicherheit in Baden-Württemberg. Wir stehen zu einer zukunftsfähigen, schnellen und professionellen Luftrettung

erklärte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl MdL anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme am 17. April 2026 in Lahr.

Die Ehrengäste und Redner vor Christoph Ortenau (vlnr) inmitten von Crewmitgliedern in Einsatzkleidung: Markus Ibert, Oberbürgermeister der Stadt Lahr, Thomas Strobl, Stellv. Ministerpräsident und Minister des Inneren, für Digitalisierung & Kommunen

Die Ehrengäste und Redner vor Christoph Ortenau (vlnr) inmitten von Crewmitgliedern in Einsatzkleidung: Markus Ibert, Oberbürgermeister der Stadt Lahr, Thomas Strobl, Stellv. Ministerpräsident und Minister des Inneren, für Digitalisierung & Kommunen

Foto: Steffen Müller Klenk, DRF Luftrettung

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Wichtiger neuer Baustein in der Notfallversorgung

Dr. Krystian Pracz, CEO der DRF Luftrettung hieß die Gäste am Airport Lahr herzlich willkommen und würdigte in seinen Begrüßungsworten die vom ersten Moment an reibungslose Zusammenarbeit mit allen Partnern vor Ort und das herzliche Willkommen in der Region:

Wir danken dem Innenministerium dafür, mit der Aufgabe betraut worden zu sein, hier in Lahr eine neue Luftrettungsstation in Baden-Württemberg aufzubauen und für das damit ausgesprochene Vertrauen. Wir freuen uns, jetzt mit Christoph Ortenau einen wichtigen neuen Baustein in der umfassenden und flächendeckenden Notfallversorgung in der Ortenau und darüber hinaus bereit stellen zu können.
Seit dem 1. April 2026 betreibt die DRF Luftrettung den Rettungshubschrauber am Airport Lahr, am 17. April 2026 fand die feierliche Eröffnung der neuen Luftrettungsstation statt

Seit dem 1. April 2026 betreibt die DRF Luftrettung den Rettungshubschrauber am Airport Lahr, am 17. April 2026 fand die feierliche Eröffnung der neuen Luftrettungsstation statt

Foto: DRF Luftrettung

Christoph Ortenau ist ein Hubschrauber des Typs H145 mit Fünfblattrotor von Airbus. Er ist täglich von Sonnenaufgang (frühestens 7.00 Uhr) bis Sonnenuntergang plus 30 Minuten im Einsatz. Notfallorte im Umkreis von 60 Kilometern erreicht die Besatzung in maximal 15 Flugminuten. Die Besatzung setzt sich aus Piloten und Notfallsanitätern der DRF Luftrettung sowie Notärzten aus dem Department Notfallmedizin des Ortenau Klinikums zusammen. Der Funkrufname „Christoph Ortenau“ betont die Verbindung zur Stationierungsregion und ist eine gewollte Abkehr von der bisherigen Praxis, Rettungshubschrauber mit einer Kombination aus Namen und Nummern zu benennen.

Hubschrauber wird optimal genutzt

Ein zentrales Merkmal des neuen Standorts ist der sogenannte Dual-Use-Betrieb: Christoph Ortenau steht sowohl für die Notfallrettung als auch für Verlegungs- und Intensivtransporte zwischen verschiedenen Kliniken zur Verfügung. Dadurch wird eine hohe Einsatzverfügbarkeit und eine herausragende medizinische Versorgung in der gesamten Region gewährleistet. Dieser Dual-Use-Betrieb sorgt dafür, dass der Hubschrauber optimal genutzt wird – und Patientinnen und Patienten genau die Versorgung erhalten, die sie benötigen. Das Einsatzspektrum ist breit und reicht von schwereren Verkehrsunfällen über internistische Notfälle bis hin zu hochsensiblen Intensivtransporten.

Auf dem Weg zu “Christoph Ortenau“

Auf dem Weg zu “Christoph Ortenau“

Foto: Steffen Müller Klenk, DRF Luftrettung

Christoph Ortenau ist Teil der im November 2022 vorgestellten, neuen Luftrettungsarchitektur des Landes Baden-Württemberg. Neben Lahr wird in Ravenstein (Neckar-Odenwald-Kreis) zukünftig ein zweiter neuer Luftrettungsstandort entstehen. Final gibt es damit dann zehn Luftrettungsstandorte im Land.

Nach der Vergabe der Dienstleistungskonzession für den neuen Standort durch das Innenministerium haben das Land Baden-Württemberg und die DRF Luftrettung im August 2025 den Beauftragungsvertrag unterzeichnet. Die Inbetriebnahme zum 1. April 2026 erfolgte nun drei Monate früher als geplant.

Das Land dankt der DRF Luftrettung, dem Flughafen Lahr und allen Partnern, die den früheren Betriebsbeginn ermöglicht haben

erklärte Innenminister Thomas Strobl in seiner Festrede.

Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen

Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen

Foto: Steffen Müller Klenk, DRF Luftrettung

Dr. Krystian Pracz, CEO DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH, bei seiner Begrüßung

Dr. Krystian Pracz, CEO DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH, bei seiner Begrüßung

Foto: Steffen Müller Klenk, DRF Luftrettung

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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