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Christophorus 4 in Reith verlängert Dienstzeiten und künftig mit Rettungswinde

18.04.2026

Kitzbühel (A) ::  Mit gleich zwei wegweisenden Neuerungen erweitert die ÖAMTC-Flugrettung ihre Möglichkeiten zur Patient:innenversorgung im Tiroler Unterland. Im Zentrum steht dabei Christophorus 4, der künftig mit verlängerten Dienstzeiten und mit einer Rettungswinde im Einsatz sein wird.

Diese Maßnahmen machen uns noch flexibler, insbesondere, was Einsätze in den Abendstunden und Rettungen aus alpinem Gelände betrifft
betont Marco Trefanitz, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung.
Hier hilft uns das Know-how, das wir aus ähnlichen Projekten gewonnen haben und das wir nun auch in Tirol gezielt einsetzen. Damit können wir unseren Aufgaben noch umfassender und besser in der Region nachkommen.

Länger im Dienst – C4 fliegt künftig bis 21:30 Uhr

Mit Beginn der Sommersaison startet in Reith bei Kitzbühel zunächst der verlängerte Dienstbetrieb von Christophorus 4. Bislang endet die reguläre Einsatzbereitschaft mit dem Sonnenuntergang – und somit insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten bereits am späten Nachmittag. Künftig kann der Notarzthubschrauber nun bis 21:30 Uhr seitens der Landesleitstelle disponiert werden. Darüber hinaus steht der Helikopter speziell in den Abendstunden auch in Osttirol sowie im Süden Salzburgs zur Verfügung und verbessert auch dort die Versorgungsdichte.

Gerade in einem alpinen Bundesland wie Tirol ist es entscheidend, auch bei Dunkelheit rasch Hilfe aus der Luft leisten zu können – eine optimale Ergänzung zur bestehenden Notfallversorgung in der gesamten Region
unterstreicht Trefanitz.

Christophorus 4 ab Mitte April 2026 mit Winde

Christophorus 4 ab Mitte April 2026 mit Winde

Foto: ÖAMTC

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Rettungswinde erweitert Einsatzspektrum

Im nächsten großen Schritt wird Christophorus 4 im Herbst 2026 mit einer hochmodernen Rettungswinde ausgestattet. Damit wird das Spektrum noch einmal erweitert: Einsätze, die bislang an regulatorische Grenzen gestoßen sind, können künftig schnell und sicher abgewickelt werden.
Die Rettungswinde ist ein wesentlicher Baustein für die Weiterentwicklung unserer alpinen Einsatzkompetenz – das haben sowohl unser Pilotprojekt am Christophorus 14 in der Steiermark als auch unser Einsatz bei den olympischen Spielen in Bormio gezeigt
so Trefanitz.

In den kommenden Wochen werden sich die Crews in Reith intensiv auf den Windenbetrieb vorbereiten. In umfangreichen Trainings unter realitätsnahen Bedingungen wird der Einsatz mit der neuen Technik perfektioniert. Ziel ist die sichere Integration der neuen Technik in den bestehenden Flugbetrieb.

Auch in Tirol wird die ÖAMTC-Flugrettung künftig auf die bewährte Kombination unterschiedlicher Rettungstechniken setzen. Die Taubergung bleibt ein zentraler Bestandteil im täglichen Einsatz, während die Rettungswinde dort zum Einsatz kommt, wo sie aus einsatztaktischen Gründen sinnvoll und notwendig ist – etwa bei Dunkelheit.

Entscheidend ist für uns nicht das System, sondern das Ergebnis. Wir wollen für jede Situation die beste Lösung bieten, um Menschen rasch, sicher und professionell helfen zu können
unterstreicht Trefanitz.
Mit den erweiterten Einsatzzeiten und der Einführung der Rettungswinde wird die Notfallversorgung in ganz Tirol nachhaltig gestärkt. Mein großer Dank gilt insbesondere den Crews von Christophorus 4, die mit großem Einsatz für die Menschen in Tirol da sind.

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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