Rega treibt Flottenerneuerung voran: Rega 6 und Rega 8 mit H145
16.04.2026
Tessin (CH) :: Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega setzt die umfassende Modernisierung ihrer Helikopterflotte weiter konsequent um. Innerhalb weniger Wochen wurden gleich zwei weitere Einsatzbasen mit neuen Rettungshubschraubern ausgestattet – zunächst im Tessin, nun auch in Erstfeld in der Zentralschweiz.
Wechsel am 15.04.2026 an der Station in Erstfeld
Foto: Rega
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Bereits am 23. März 2026 nahm die Rega-Basis Locarno im Tessin ihren neuen Rettungshubschrauber vom Typ Airbus H145 D3 in Betrieb. Die Maschine mit der Kennung „HB-TIN“ ersetzt den bisherigen AW109SP „Da Vinci“, der über 15 Jahre im Einsatz stand. Damit vollzog die Tessiner Crew als erste den Umstieg auf die neue Generation – nach intensiven Trainings- und Umschulungsphasen.
Der neue H145 D3 bringt zahlreiche Verbesserungen mit sich: Dank Fünfblattrotor steigt die Nutzlast um rund 150 Kilogramm, gleichzeitig werden Vibrationen deutlich reduziert. Eine komplett neu gestaltete Kabine sowie moderne Avioniksysteme sorgen für bessere Arbeitsbedingungen für die Crew und optimierte Versorgung der Patienten – insbesondere bei anspruchsvollen Einsätzen im alpinen Gelände.
Investiert wurde nicht nur in neue Hubschraubermuster, sondern auch in die medizinische Ausstattung sowie infrastrukturelle Anpassungen
Foto: Rega
Blick in das Cockpit der hochmodernen H145 D3
Foto: Rega
Nur wenige Wochen später folgte nun der nächste Schritt: Seit Mitte April 2026 ist auch die Rega-Basis Erstfeld („Rega 8“) mit einem neuen H145 D3 im Einsatz. Der Helikopter mit der Kennung „HB-TIO“ ersetzt die bisherige Maschine, ebenfalls eine AW109SP „Da Vinci“, nach rund 16 Jahren Dienstzeit und bietet ebenfalls mehr Leistung, zusätzliche Reserven sowie verbesserte Einsatzmöglichkeiten – insbesondere bei Nacht- und Instrumentenflügen.
Die alte und die neue Maschine am Standort von "Rega 6"
Foto: Matthias Hansen
Die Basis in Erstfeld nimmt mit jährlich über 900 Einsätzen eine zentrale Rolle ein. Ihr Einsatzgebiet reicht vom Hochgebirge bis ins Mittelland und umfasst sowohl klassische Bergrettungen als auch Einsätze bei Wintersportunfällen oder Verkehrsunfällen.
Start der neuen Maschine vom Typ H145 D3
Foto: Matthias Hansen
Teil des größten Beschaffungsprojekts der Rega-Geschichte
Beide Indienststellungen sind Teil des größten Beschaffungsprojekte in der Geschichte der Rega: Bis Ende 2026 wird die gesamte Helikopterflotte durch insgesamt 21 neue Airbus H145 D3 ersetzt.
Die neue Einsatzmaschine hier als „Rega 6“ in Tessin
Foto: Rega
Die Investition in Höhe von rund 200 Millionen Schweizer Franken umfasst nicht nur die Luftfahrzeuge selbst, sondern auch medizinische Ausstattung, Ausbildung sowie infrastrukturelle Anpassungen. Ziel ist eine einheitliche Flotte, die Wartung, Ausbildung und Ersatzteilversorgung vereinfacht und gleichzeitig die Einsatzbereitschaft erhöht.
Mit der Einführung der neuen Helikoptergeneration setzt die Rega konsequent auf mehr Leistungsfähigkeit, höhere Sicherheit und verbesserte medizinische Möglichkeiten – insbesondere für Einsätze in schwierigem Gelände und bei widrigen Wetterbedingungen.
Der sukzessive Flottenwechsel wird in den kommenden Monaten weitergehen: Weitere Basen sollen Schritt für Schritt auf den H145 D3 umgestellt werden, bis die neue Einheitsflotte vollständig etabliert ist.
Empfang der neuen Maschine in Erstfeld als „Rega 8“
Foto: Rega
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