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Kein Aprilscherz: DRF-Station „Christoph Ortenau“ geht bereits am 1. April 2026 an den Start

26.03.2026

Lahr (BWÜ) ::  Bereits im Sommer 2025 berichtete rth.info über die geplante Station „Christoph Ortenau“ am Flugplatz Lahr. Nun steht der Start unmittelbar bevor: Am kommenden Mittwoch nimmt die neue Luftrettungsstation offiziell ihren Betrieb auf.

Termin am Flugplatz Lahr: Ab 1. April 2026 wird die DRF Luftrettung hier eine neue Station in Baden-Württemberg

Termin am Flugplatz Lahr: Ab 1. April 2026 wird die DRF Luftrettung hier eine neue Station in Baden-Württemberg

Foto: Steffen Müller-Klenk / DRF Luftrettung

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Im Zuge des Vergabeverfahrens hatte die DRF Luftrettung den Zuschlag für den neuen Standort im Ortenaukreis erhalten. Ursprünglich war der 1. Juli 2026 als Betriebsstart vorgesehen – dieser wurde jedoch auf Anfang April 2026 vorgezogen.

Moderner H145 für Notfallrettung und Intensivtransporte

Zum Einsatz kommt ein Airbus H145 mit Fünfblattrotor, der mit moderner Avionik und Medizintechnik ausgestattet ist. Dazu zählen unter anderem Glascockpit, Vier-Achsen-Autopilot, Wetterradar sowie ein Anti-Kollisions-System. Der Hubschrauber wird im sogenannten Dual-Use-Betrieb eingesetzt:

  • Primäre Notfallrettung
  • Sekundäre Intensiv- und Verlegungstransporte zwischen Kliniken

Die Einsatzbereitschaft erfolgt täglich von Sonnenaufgang (frühestens etwa 7 Uhr) bis Sonnenuntergang plus 30 Minuten. In der 15-jährigen Vertragslaufzeit ist jedoch mit einer Randbetriebszeiten-Erweiterung zu rechnen.

„D-HXFN“ bereits vor Ort in Lahr

Als erstes Luftfahrzeug wird die „D-HXFN“ an der neuen Station eingesetzt. Der Hubschrauber befindet sich bereits am Standort in Lahr und steht damit rechtzeitig vor dem offiziellen Betriebsstart zur Verfügung.

Bereits vor Ort: die neue Maschine als „Christoph Ortenau“ mit der Kennung „D-HXFN“

Bereits vor Ort: die neue Maschine als „Christoph Ortenau“ mit der Kennung „D-HXFN“

Foto: Ole Meisen

Wichtiger Baustein für den Schwarzwald und die Ortenau

Mit der neuen Station wird nach Angaben des für die Luftrettung zuständigen Innenministeriums insbesondere die Versorgung im Ortenaukreis und im nördlichen Schwarzwald deutlich verbessert. Ziel ist es, Einsatzorte im Umkreis von rund 60 Kilometern innerhalb kurzer Zeit erreichen zu können und die notfallmedizinische Versorgung weiter zu optimieren.

Die Besatzung besteht aus einem Pilot und HEMS TC der DRF Luftrettung sowie einem Notarzt des Ortenau-Klinikums.

Neuer Standort ergänzt bestehendes Netz

Der Standort Lahr fügt sich in das bestehende Netz der Luftrettung in Baden-Württemberg ein und ergänzt unter anderem die Stationen in Karlsruhe, Freiburg, Leonberg und Villingen-Schwenningen.

Das Bild entstand bei einem Pressetermin im August 2025 zur Verkündung der Einweihung des neuen Standorts

Das Bild entstand bei einem Pressetermin im August 2025 zur Verkündung der Einweihung des neuen Standorts

Foto: Steffen Müller-Klenk / DRF Luftrettung

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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