EXKLUSIV: Neuvergabe der Luftrettung: Landesdirektion Sachsen vergibt zunächst nur zwei der vier Lose
24.03.2026
Dresden/Chemnitz (SN) :: Am vergangenen Donnerstag (19.03.2026) teilte die DRF-Luftrettung mit, dass sie die beiden sächsischen Luftrettungsstationen “Christoph 38“ in Dresden und “Christoph 62“ in Bautzen auch über den Jahreswechsel 2026/2027 weiter betreiben werde. Mit Beginn des neuen Beauftragungszeitraums im Jahr 2027 werde der Rettungshubschrauber “Christoph 38“ in Dresden mit erweiterten Randzeiten alarmierbar sein, der Intensivtransporthubschrauber “Christoph 62“ in Bautzen bleibe weiterhin rund um die Uhr einsatzbereit und verfüge auch im neuen Beauftragungszeitraum zusätzlich über eine Rettungswinde für Einsätze in schwer zugänglichem Gelände. Gemäß den Ausschreibungsunterlagen wird “Christoph 38“ ab 2027 täglich von Sonnenaufgang (frühestens ab 7:00 Uhr) bis Sonnenuntergang alarmierbar sein – in den Herbst- und Wintermonaten sogar bis 19:00 Uhr. Zum Einsatz kommt zukünftig ein Hubschrauber des Typs Airbus H145 mit Fünfblattrotor. Er ersetzt die seit Januar 2021 am Standort Dresden eingesetzte H135.
“Christoph 38“ im September 2023 bei einem Einsatz in Stollberg
Foto: Tim Ostenhausen
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In Bautzen hält die DRF-Luftrettung eine H145 mit Rettungswinde vor (Archivaufnahme mit einer BK117D2 mit Vierblattrotor aus dem August 2019)
Foto: Jörn Fries
Da die Landesdirektion Sachsen im Frühjahr 2025 alle vier sächsischen Stationen (mit fünf Hubschraubern, da der Standort Schkeuditz-Dölzig ein so genannter Doppelstandort ist) ausgeschrieben hatte, wartete man voller Ungeduld auch auf die entsprechende Pressemitteilung der ADAC-Luftrettung für die Standorte “Christoph 46“ in Zwickau und eben jenen Doppelstandort “Christoph 61 & 63“ in Schkeuditz-Dölzig. Aber aus München kam nichts. Bis dann am gestrigen Montagvormittag (23.03.2026) die Pressemitteilung der Landesdirektion Sachsen veröffentlicht wurde, die aber diesbezüglich nur bereits Bekanntes enthielt.
Ein Anruf noch am gleichen Tage bei der Pressesprecherin brachte vorerst keine Klärung. Man solle eine kurze schriftliche Presseanfrage einreichen, ggf. erwähnen, bis wann man das Ganze bräuchte, und der zuständige Kollege würde sich melden. Gesagt, getan – und tatsächlich: heute früh kam die ersehnte E-Mail. Tenor: Es gebe keinen Grund zur Beunruhigung, Die beiden noch offenen Lose seien ebenfalls zuschlagsreif und würden in Kürze, voraussichtlich Anfang Mai 2026, durch Zuschlag vergeben. Na, dann ist ja alles in Ordnung, zumal eine Nachprüfung nicht stattfinde.
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- Wir danken für Unterstützung:
- Tim Ostenhausen für die Zurverfüngstellung seines tollen Bildmaterials
