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50 Jahre „Christoph 12“ – Tag der offenen Tür in Siblin

15.03.2026

Ahrensbök/Siblin (SH) ::  Die Luftrettungsstation „Christoph 12“ feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass lädt das Team der Station am Samstag, 30. Mai 2026, zu einem Tag der offenen Tür auf dem Gelände des Hubschrauberlandeplatzes in Ahrensbök-Siblin (Kreis Ostholstein) ein. Die Veranstaltung findet von 13 bis 17 Uhr statt und richtet sich an interessierte Besucherinnen und Besucher aus der Region sowie an Luftrettungsfans.

Besucher können sich vor Ort über die Arbeit der Luftretter informieren und einen Blick hinter die Kulissen der Station werfen. Geplant sind unter anderem die Besichtigung des Rettungshubschraubers „Christoph 12“, verschiedene Infostände rund um die Luftrettung, ein Flugsimulator, eine Hüpfburg für Kinder sowie die Präsentation von Einsatzfahrzeugen der beteiligten Organisationen. Auch für Verpflegung ist mit Snacks und Getränken gesorgt.

Die Luftrettungsstation „Christoph 12“ gehört zu den traditionsreichen Standorten der deutschen Luftrettung. Der Rettungshubschrauber wurde am 1. Juni 1976 ursprünglich am Kreiskrankenhaus in Eutin in Dienst gestellt und stellt seitdem eine wichtige Komponente der Notfallversorgung in Schleswig-Holstein dar. Seit 2007 ist die Station im neu errichteten Luftrettungszentrum Ahrensbök-Siblin beheimatet.

Der Hubschrauber wird seit jeher im Auftrag des Bundes betrieben, am Standort Siblin fliegt „Christoph 12“ mit einer Maschine vom Typ Airbus Helicopters EC135. Das ärztliche Personal wird vom Klinikum Eutin gestellt, während das nichtärztliche Rettungsdienstpersonal von der Johanniter-Unfall-Hilfe kommt. Die Alarmierung erfolgt über die zentrale Disposition der Luftrettungsmittel in Schleswig-Holstein.

„Christoph 12“ ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang einsatzbereit und wird zu Notfällen im gesamten östlichen Schleswig-Holstein sowie darüber hinaus alarmiert. Neben Primäreinsätzen bei schweren Notfällen übernimmt die Crew auch dringende Verlegungsflüge zwischen Kliniken oder Transportaufgaben wie beispielsweise den Transport von Medikamenten oder Organen.

Der Tag der offenen Tür zum 50-jährigen Jubiläum bietet damit eine seltene Gelegenheit, eine der traditionsreichen Luftrettungsstationen Norddeutschlands aus nächster Nähe kennenzulernen und mit den Crews ins Gespräch zu kommen.

Hinweis für Besucher: Parkmöglichkeiten sind direkt am Hubschrauberlandeplatz nicht vorhanden. Bei Bedarf werden Parkflächen sowie ein Shuttle-Service im nahegelegenen Siblin ausgeschildert.

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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