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Faszination Luftrettung


55 Jahre Luftrettung in Ulm, um Ulm und um Ulm herum – Sonderausstellung in Geislingen an der Steige

10.03.2026

Ulm/Geislingen an der Steige (BWÜ) ::  Am vergangenen Samstag (07.03.2026) wurde im Rotkreuz-Landesmuseum Baden-Württemberg in Geislingen an der Steige die Sonderausstellung “55 Jahre Luftrettung – 55 Jahre Luftrettungszentrum Ulm“ eröffnet. Sie ist dem Testrettungszentrum Ulm der Bundeswehr gewidmet, das am 2. November 1971 am Bundeswehrkrankenhaus Ulm eröffnet wurde und (Rettungs- und Notfallmedizin-)Geschichte schrieb. Die kleine, aber feine Ausstellung ist noch bis Ende November 2026 während den normalen Öffnungszeiten des einzigartigen Museums und nach gesonderter Absprache zu sehen (siehe Weblinks im Kontextbereich dieser News).

Im Mittelpunkt des Interesses: die Bell UH-1D des Bundeswehr-Testrettungszentrums Ulm (hier als originalgetreues Modell zu sehen)

Im Mittelpunkt des Interesses: die Bell UH-1D des Bundeswehr-Testrettungszentrums Ulm (hier als originalgetreues Modell zu sehen)

Foto: Jörn Fries

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Von 1971 bis 2020 setzte die Bundeswehr die Bell UH-1D als SAR-Hubschrauber ein, von 1971 bis 2006 sogar notarztbesetzt an Bundeswehr-Rettungszentren (hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2013 vom BwZK Koblenz)

Von 1971 bis 2020 setzte die Bundeswehr die Bell UH-1D als SAR-Hubschrauber ein, von 1971 bis 2006 sogar notarztbesetzt an Bundeswehr-Rettungszentren (hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2013 vom BwZK Koblenz)

Foto: Jörn Fries

Im Jahr 2003 übernahm die ADAC-Luftrettung den Betrieb des Ulmer Luftrettungszentrums – zum Einsatz kam bis 2018 eine EC BK 117, seither fliegt dort eine H145

Im Jahr 2003 übernahm die ADAC-Luftrettung den Betrieb des Ulmer Luftrettungszentrums – zum Einsatz kam bis 2018 eine EC BK 117, seither fliegt dort eine H145

Foto: Jörn Fries

Die nachfolgende Bildergalerie von der Veranstaltung, zu der rund 150 Gäste kamen, soll Appetit machen auf einen eigenen Besuch:

Das Rotkreuz-Landesmuseum Baden-Württemberg befindet sich seit dem Jahr 2013 im DRK-Gemeinschaftshaus in der Heidenheimer Straße 72 in Geislingen an der Steige

Das Rotkreuz-Landesmuseum Baden-Württemberg befindet sich seit dem Jahr 2013 im DRK-Gemeinschaftshaus in der Heidenheimer Straße 72 in Geislingen an der Steige

Foto: Jörn Fries

Bereits im Foyer des Rotkreuz-Landesmuseums wird auf die neue Sonderausstellung hingewiesen

Bereits im Foyer des Rotkreuz-Landesmuseums wird auf die neue Sonderausstellung hingewiesen

Foto: Jörn Fries

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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