Clermont-Ferrand (F) ::
In Frankreich sind zwei Personen ums Leben gekommen, während sie mit einem Hubschrauber der Sécurité Civile eine Windenrettung trainierten. Darüber berichten verschiedene französische Medien sowie die Luftfahrt-Nachrichtenseite aerobuzz. Auf Medien wie facebook bekunden französische Rettungskräfte ihre Trauer. Die beiden Todesopfer hätten am vergangenen Mittwoch gegen 16 Uhr an der Seilwinde gehangen und in einem schwer zugänglichen Gebiet südwestlich von Clermont-Ferrand geübt. Das Seil am “Dragon 63“ sei bei einem Flugmanöver gerissen, heißt es in den Berichten, die genaueren Umstände seien noch zu ermitteln. Bei den Toten handele es sich um einen Berufsfeuerwehrmann und um eine medizinische Fachkraft die zugleich freiwilliger Feuerwehrmann gewesen sei.
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Ein Archivfoto eines Hubschraubers der Sécurité Civile im Gebirge
Foto: Ylliab Photo via commons.wikimedia.org (https://w.wiki/HsWZ) – Link zur Lizenz: CC-BY-2.0
Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.
Für die Luftrettung> besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte).
Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland.
Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008).
Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.
Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind.
Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen.
In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.
"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet.
Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.