„Christoph 10“ Wittlich: Randzeiten sollen erweitert werden
12.02.2026
Wittlich (RPF) ::
Bei seinem Besuch der sich im Bau befindlichen Luftrettungsstation „Christoph 66“ in Imsweiler hat Innenminister Michael Ebling am gestrigen Tag des Notrufs (11.02.2026) angekündigt, die Betriebszeiten des Rettungshubschraubers „Christoph 10“ in Wittlich noch in diesem Jahr auszuweiten. Ziel ist es, die Einsatzbereitschaft in den Randzeiten – also früh morgens und spät abends – zu verbessern, um den bodengebundenen Rettungsdienst im nördlichen Rheinland-Pfalz zu unterstützen.
Der ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 10“, stationiert am St. Elisabeth-Krankenhaus in Wittlich, zählt zu den wichtigen Luftrettungsmitteln im Westen des Landes und leistete zuletzt rund 1.700 Einsätze pro Jahr. Bislang ist die Maschine regulär von Sonnenaufgang (frühestens 7:00 Uhr) bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Nach der angekündigten Randzeitenerweiterung soll der Hubschrauber künftig auch zu Zeiten fliegen, zu denen bislang nur der bodengebundene Rettungsdienst zur Verfügung stand.
Konkret bedeutet das: Der Hubschrauber startet früher in den Dienst und bleibt abends länger verfügbar, was sich besonders in der dunklen Jahreszeit auszahlen dürfte. Ähnliche Modelle gibt es derzeit in Köln, Ulm (beide ADAC) und Berlin-Buch (DRF). Zu Details wie einem etwaigen Startdatum oder genauen Einsatzzeiten machte der Innenminister keine Angaben. Sofern der Maschinentyp nicht umgestellt wird, wäre Wittlich zudem die erste Station Deutschlands, welche eine EC 135/H135 bei Dunkelheit einsetzt.
Bereits zum Jahresbeginn war der Standort Mainz („Christoph 77“) auf einen 24-Stunden-Betrieb umgestellt worden (rth.info berichtete).
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Start bei Abenddämmerung im Landkreis Birkenfeld
Foto: Julian S.
„Christoph 10“ sichert die schnelle Notfallversorgung vor allen in der weitläufigen Region Eifel-Mosel
Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.
Für die Luftrettung> besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte).
Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland.
Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008).
Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.
Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind.
Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen.
In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.
"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet.
Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.