Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes wurden 2025 insgesamt 13.515 Mal alarmiert – erneut leichter Rückgang
12.02.2026
Bonn (NRW) :: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zieht Bilanz zu den Einsätzen der Zivilschutz-Hubschrauber im Jahr 2025.
Die detaillierten Zahlen zu den Einsätzen der einzelen ZSH-Stationen im Jahr 2025
Foto: BBK
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Im Jahr 2025 wurden die Zivilschutz-Hubschrauber insgesamt 13.515 Mal alarmiert [zum Vergleich: 2024 waren es 13.793 Alarmierungen, 14.426 Einsätze im Jahr zuvor]. Der Schwerpunkt der Einsätze lag auf der medizinischen Erstversorgung sowie auf dem Transport von Patientinnen und Patienten.
Insgesamt wurden 3.975 Patientinnen und Patienten mit den Zivilschutz-Hubschraubern befördert [2024 waren es 3.801].
Die Maschinen kamen bei 6.985 Primärversorgungen, 3.764 Primärtransporten [2024: 3.595] und 211 Sekundärtransporten [2024: 206] zum Einsatz. Ergänzt wurde das Einsatzspektrum durch 59 Sucheinsätze [2024: 42] sowie neun Organ-, Blut- und Medikamententransporte [2024: 21].
Einsatz im Doppelnutzenprinzip
Die 18 Zivilschutz-Hubschrauber werden nach dem sogenannten Prinzip des Doppelnutzens betrieben.
Das heißt, die Maschinen sind vom Bund für die Aufgaben des Zivilschutzes in einem möglichen Spannungs- oder Verteidigungsfall beschafft und an die Länder als Teil der ergänzenden Ausstattung übergeben worden.
Über diesen Zweck hinaus können und werden die Hubschrauber auch im Rettungsdienst genutzt. Diese regelmäßigen Einsätze schaffen Routine, stärken die Zusammenarbeit aller Beteiligten und stellen sicher, dass Personal und Technik jederzeit einsatzbereit sind.
Gleichzeitig ermöglicht diese Einbindung, dass die Hubschrauber im Krisenfall kurzfristig für die originären Aufgaben des Bevölkerungsschutzes zur Verfügung stehen, etwa zur Erkundung von Schadenslagen oder zur Unterstützung bei großflächigen Einsatzlagen.
Die Maschinen werden von der Fliegergruppe der Bundespolizei geflogen und gewartet.
Am ZSH “Christoph 13“, dem Retter in Orange für ganz Ostwestfalen-Lippe, darf der Hinweis auf die Fliegergruppe der Bundespolizei mit ihrem Standort Gifhorn natürlich nicht fehlen
Foto: Jörn Fries
Die Zahl der Alarmierungen lag leicht unter dem Vorjahreswert von 13.793 Einsätzen im Jahr 2024. Schwankungen ergeben sich unter anderem durch Wetterlagen, regionale Bedarfe sowie strukturelle Veränderungen im Rettungsdienst.
Einsatzüberblick 2025 (Stand: Februar 2026)
- Gesamteinsätze: 13.515
- Primärversorgungen: 6.985
- Primärtransporte: 3.764
- Sekundärtransporte: 211
- Transportierte Patientinnen und Patienten: 3.975
- Fehleinsätze: 2.479
- Sucheinsätze: 59
- Organ-, Blut- und Medikamententransporte: 9
Ausblick 2026
Auch im Jahr 2026 bleibt der Betrieb der Zivilschutz-Hubschrauber ein zentraler Baustein zur Sicherstellung schneller Hilfe aus der Luft.
Neben dem laufenden Einsatzgeschehen stehen mehrere Jubiläen an: Der Zivilschutz-Hubschrauber “Christoph 12“ in Siblin begeht am 30. Mai 2026 sein 50-jähriges Bestehen, “Christoph 13“ in Bielefeld blickt ebenfalls auf 50 Jahre im Dienst zurück und feiert dieses Jubiläum mit Veranstaltungen am 3. und 4. Juli 2026.
Der Zivilschutz-Hubschrauber “Christoph 12“ in Siblin begeht am 30. Mai 2026 sein 50-jähriges Bestehen
Foto: Jörn Fries
“Christoph 13“ in Bielefeld blickt ebenfalls auf 50 Jahre im Dienst zurück und feiert dieses Jubiläum mit Veranstaltungen am 3. und 4. Juli 2026
Foto: Jörn Fries
Am 10. September folgt dann das 50-jährige Jubiläum von “Christoph 14“ in Traunstein.
Die D-HZSH gehörte 2006 neben der D-HZSA zu den beiden ersten EC 135 T2i. Sie wurde später auf den Rüststand H135/EC 135 T3 umgerüstet und kommt in der Regel an den beiden alpinen Standorten Kempten und Traunstein zum Einsatz
Foto: Bundespolizei
Diese Termine unterstreichen die kontinuierliche Weiterentwicklung und Bedeutung der Zivilschutz-Hubschrauber im Bevölkerungsschutz.
Alle Einsatzzahlen auf einen Blick
- Christoph 2 (Frankfurt): 884 [2024: 868]
- Christoph 3 (Köln): 1.045 [1.124]
- Christoph 4 (Hannover): 1.030 [1.077]
- Christoph 7 (Kassel): 1.053 [1.156]
- Christoph 9 (Duisburg): 725 [723]
- Christoph 12 (Siblin): 1.076 [1.247]
- Christoph 13 (Bielefeld): 1.120 [1.102]
- Christoph 14 (Traunstein): 1.309 [1.404]
- Christoph 17 (Kempten): 1.621 [1.561]
- Christoph 29 (Hamburg): 1.364 [1.310]
- Christoph 34 (Güstrow): 937 [903]
- Christoph 35 (Brandenburg): 1.351 [1.318]
Während 2025 bundesweit die Einsatzzahlen rückläufig waren, stieg die Zahl der Einsätze von “Christoph 13“ im Kreis Lippe von 101 im Jahr 2024 auf 170 im Jahr 2025 (hier ist der ZSH beim Start in Lage zu sehen)
Foto: Jörn Fries
Der ZSH “Christoph 35“ gehört zu den insgesamt sieben Zivilschutz-Hubschraubern des Bundes, die 2025 mehr Einsätze flogen als im Jahr zuvor
Foto: Jörn Fries
Luftrettungsmittel können in der Regel den direkten Weg zum Einsatzort nehmen, beim bodengebundenen Rettungsdienst kann es durchaus zu Verzögerungen kommen
Foto: Jörn Fries
Dafür sind die bodengebundenen Rettungskräfte 24/7 verfügbar – und dies flächendeckend zu allen Jahreszeiten
Foto: Jörn Fries
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- Quelle(n):
- Pressemitteilung “Zivilschutz-Hubschrauber auch 2025 verlässlich im Einsatz“ des BBK vom 11. Februar 2026
