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REGA-Helikopter flogen 2025 insgesamt 15.265 Einsätze

04.02.2026

Zürich (CH) ::  Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega half im Jahr 2025 mehr Menschen als im Vorjahr. Im Durchschnitt brachten die Rega-Crews täglich 36 Patientinnen und Patienten medizinische Hilfe aus der Luft. Insgesamt transportierte die Rega im vergangenen Jahr 13.168 Menschen in der Schweiz und im Ausland.

Im Durchschnitt brachten die Rega-Crews täglich 36 Patientinnen und Patienten medizinische Hilfe aus der Luft

Im Durchschnitt brachten die Rega-Crews täglich 36 Patientinnen und Patienten medizinische Hilfe aus der Luft

Foto: REGA

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Der Anstieg von 2,5 Prozent bei der Anzahl Patientinnen und Patienten gegenüber dem Vorjahr entspricht der durchschnittlichen Entwicklung der letzten fünf Jahre. Die Helikoptercrews standen für 11.812 Personen im Einsatz. 1.356 Patientinnen und Patienten wurden medizinisch betreut in einem der drei Ambulanzjets oder in einem Linienflugzeug in ihre Heimat geflogen.

Mehr Arbeit für die Einsatzzentrale

Die Einsatzzentrale der Rega organisierte insgesamt 20.463 Einsätze – fast 800 mehr als im Jahr zuvor. Dies entspricht einem Tagesdurchschnitt von 56 Einsätzen. Im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt liegen die Einsatzzahlen des vergangenen Jahres 7 Prozent höher. Die Anzahl Patientinnen und Patienten und die der Einsätze sind nicht deckungsgleich, weil bei Rega-Einsätzen beispielsweise mehrere Patienten an Bord der Helikopter oder Ambulanzjets sein können, Suchflüge ohne Patiententransport stattfinden und die Rega-Einsatzzentrale unter anderem auch die Einsätze der Bergretter des Schweizer Alpen-Club SAC oder Transporte von Nutztieren zugunsten der Berglandwirtschaft organisiert.

Infografik zur Einsatzbilanz 2025 der REGA (Helikopter und Ambulanzflugzeuge)

Infografik zur Einsatzbilanz 2025 der REGA (Helikopter und Ambulanzflugzeuge)

Foto: REGA

Zunahme bei den Helikoptereinsätzen

Im Vergleich zu 2024 stieg die Zahl der Helikoptereinsätze auf 15.265 (+3,7 %). Die Anzahl Primäreinsätze, also Rettungseinsätze direkt am Ereignisort, nahmen zu (9.127 Einsätze, +5,0 %), während die Sekundäreinsätze, also die Verlegungsflüge zwischen Spitälern, leicht zurückgingen (2.591 Einsätze, –5,1 %). Die Einsätze der Helikoptercrews werden durch die Einsatzleiterinnen und Einsatzleiter der nationalen Luftrettungszentrale der Rega koordiniert. Sie disponieren von dort aus die Crews der schweizweit 14 Rega-Basen sowie Einsatzkräfte von Partnerorganisationen.

Wird in Bälde durch BK117D3 ersetzt: die Agusta A109 der Bergstationen

Wird in Bälde durch BK117D3 ersetzt: die Agusta A109 der Bergstationen

Foto: REGA

Wetter beeinflusst Einsatzgeschehen

Die Anzahl [der] Rega-Einsätze unterliegt natürlichen Schwankungen und widerspiegelt die Wetterbedingungen und das Freizeitverhalten der Bevölkerung und Touristen in der Schweiz. Insgesamt verzeichnete die Schweiz im vergangenen Jahr mit Ausnahme des eher regnerischen Julis einen relativ sonnigen und warmen Sommer. Dies widerspiegeln auch die Einsatzzahlen: Im Juni flogen die Rega-Crews mehr Einsätze als im Vorjahr (1.462, +17,9 %), im Juli (1.736, –8,0 %) hingegen waren sie weniger häufiger in der Luft.

Medizinische Hilfe auch im Ausland

Die Rega hilft nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit. 2025 wandten sich 2.590 Personen mit medizinischen Problemen im Ausland an die Rega (+1,5 %). 1.234 von ihnen (+2,5 %) konnte die Rega telefonisch weiterhelfen. Für 1.356 Patientinnen und Patienten war eine Repatriierung in die Heimat medizinisch notwendig. Die Rega sorgt in solchen Fällen dafür, dass die Betroffenen nach Hause zurückkehren können – an Bord von einem ihrer drei Ambulanzjets oder eines Linienflugzeugs.

Rega-Ambulanzjets etwas häufiger in der Luft

Die drei Ambulanzjets der Rega waren im vergangenen Jahr etwas öfter in der Luft als im Vorjahr: Die Jetcrews flogen insgesamt 1.049 Einsätze (+1,5 %) und transportierten dabei 1.046 Patientinnen und Patienten (+1,7 %). Für 310 Personen organisierten die Einsatzleiterinnen und Einsatzleiter einen Rückflug im Linienflugzeug (–2,8 %). Diese ökonomische und ökologische Alternative zum Ambulanzjet wird immer dann berücksichtigt, wenn der Zustand der Patientin oder des Patienten stabil genug ist, keine negativen Auswirkungen auf Mitreisende zu erwarten und ausreichend Sitzplätze an Bord des Linienflugzeugs verfügbar sind. Auch die Anzahl Repatriierungen schwankt, und die Einsatztätigkeit der Rega-Jets ändert sich entsprechend der Reise- und Arbeitstätigkeit der Schweizer Bevölkerung im Ausland.

Die drei Ambulanzjets der Rega flogen 2025 insgesamt 1.049 Einsätze

Die drei Ambulanzjets der Rega flogen 2025 insgesamt 1.049 Einsätze

Foto: REGA

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Quelle(n):
Pressemitteilung “36 Patientinnen und Patienten täglich: mehr Rega-Einsätze als im Vorjahr“ der REGA vom 4. Februar 2026

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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