Technischer Defekt an Tür: Rückflug von “Christoph Regensburg“ zunächst nicht möglich
14.01.2026
Eichstätt (BAY) ::
Am Sonntagabend wurde der Intensivtransporthubschrauber aus Regensburg zu einem Verkehrsunfall auf die Bundesautobahn 9 bei Denkendorf (Landkreis Eichstätt) alarmiert. Bei einem der Patienten wurde ein Wirbelsäulentrauma vermutet.
Nach der Landung auf der gesperrten Autobahn und Versorgung des Patienten durch den Notarzt wurden die Startvorbereitungen für den Rückflug getroffen. Diese mussten jedoch abgebrochen werden. Grund dafür war ein Defekt an einer Tür. Der Patient musste schlussendlich bodengebunden ins Krankenhaus transportiert werden.
Nach rund anderthalb Stunden und provisorischer Reparatur wurde die betroffene H145 mit Kennung „D-HXFJ“ von der Autobahn zunächst zu einem nahegelegenen Sportplatz umgesetzt. Dort wurde sie von den Technikern wieder vollständig instandgesetzt. Sie ist derzeit nach wie vor als “Christoph Regensburg“ im Einsatz.
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Christoph Regensburg ist als 24h-Rettungshubschrauber oft in Dunkelheit im Einsatz, insbesondere in den Wintermonaten.
Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.
Für die Luftrettung> besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte).
Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland.
Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008).
Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.
Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind.
Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen.
In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.
"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet.
Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.