„Christoph 37“: Sanierung des Hangars und Neubau der Landeplattform abgeschlossen (Update vom 20.01.2026)
11.01.2026
Nordhausen (THÜ) :: Am Nordhäuser Südharz-Klinikum ist innerhalb weniger Tage eine neue Landeplattform für den dort stationierten Rettungshubschrauber “Christoph 37“ eingebaut worden. Zudem wurde der in die Jahre gekommene Hangar grundsaniert. Während der Arbeiten musste der Flugbetrieb des für die Region Südharz und angrenzender Gebiete zuständigen und dort stationierten primären Luftrettungsmittels nicht unterbrochen werden, ebensowenig wie der Flugbetrieb die Klinik anfliegender anderer Hubschrauber, beispielsweise des Intensivtransporthubschraubers “Christoph Thüringen“ aus Bad Berka.
Die Sanierung des Hangars von Rettungshubschrauber „Christoph 37“ am Nordhäuser Südharz-Klinikum ist abgeschlossen – eine neue Landeplattform gibt es nun auch
Foto: Südharz-Klinikum/Kerstin Garke
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Die im September 2025 begonnenen Arbeiten konnten nach nur kurzer Bauzeit bereits zum Jahreswechsel 2025/2026 abgeschlossen werden, teilte das Südharz-Klinikum am Freitag (09.01.2026) auf seiner Website unter der Rubrik “Neues aus dem Klinikum“ mit.
Erneuerung der Landeplattform war eine Herausforderung
Während am Hangar die Dächer inklusive der Blitzschutzanlage saniert, die Bodenbeschichtung erneuert, sämtliche Bodenfugen abgedichtet und diverse kleinere Instandhaltungsarbeiten sowie der Austausch von Verschleißteilen vorgenommen wurden, musste die über 30 Jahre alte Landeplattform hingegen gänzlich erneuert werden. Sie entspricht nun dem aktuellen technischen Stand. Das Gleissystem, auf dem die neue Plattform fährt, wurde dem Klinikum zufolge ebenfalls repariert und mit einer neuen Schienenheizung versehen.
Nahm die Erneuerung der Landeplattform lediglich drei Wochen in Anspruch, stellte sie doch eine planerische Herausforderung dar. So mussten neben technischen und logistischen vor allem genehmigungsrechtliche Aspekte beachtet werden, darunter Genehmigungen der zuständigen Luftfahrtbehörde, um flugtechnische Beeinträchtigungen während der Bauphase ausreichend berücksichtigen zu können. Letzten Endes konnte dadurch erreicht werden, dass der Rettungsflugbetrieb am Klinikum während der gesamten Bauzeit ununterbrochen aufrechterhalten werden konnte.
Da “Christoph 37“ während den Baumaßnahmen nicht im Hangar untergebracht werden konnte, wurde er auch außerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Einsatzzeiten im Freien abgestellt. Die in der Pressemitteilung vom 20.08.2025 verkündete nächtliche Verlegung nach Bad Berka hätte bedeutet, dass der Helikopter zweimal am Tag die Strecke Nordhausen – Bad Berka und zurück hätte zurücklegen müssen. Eine vorgeschlagene Variante der vorübergehenden Stationierung – zum Beispiel im Hangar auf dem Flugplatz bei Bielen oder auf dem Gelände der Landespolizeiinspektion an der Darre in Nordhausen – wurde “wegen unflexibler gesetzlicher Vorgaben“ abgelehnt, hieß es in einer im Vorfeld der Sanierung herausgegebenem Pressemitteilung des Südharz-Klinikums.
So sah das Ensemble von Hangar und Landeplattform im Mai 2023 aus
Foto: Jörn Fries
Im Juli 2022 sah die Landeplattform noch so aus: es dominierten, wenn auch ein wenig verblichen, die Warnfarben schwarz und gelb
Foto: Jörn Fries
Die Kosten für die Gesamtmaßnahme hielten sich im geplanten Rahmen, heißt es in der Pressemitteilung vom 9. Januar 2026. Der Geschäftsführer des Südharz-Klinikums lobte abschließend die konstruktive Zusammenarbeit mit allen beteiligten Partnern, insbesondere der DRF-Luftrettung, die seit nunmehr fast 20 Jahren die Luftrettungsstation betreibt.
“Christoph 37“ hätte während der Bauzeit auch bei seinem großen Bruder “Christoph Thüringen“ an der Zentralklinik Bad Berka übernachten können – beim Bau der dortigen Luftrettungsstation bewies man seinerzeit planerische Weitsicht
Foto: Jörn Fries
Im Hangar können bis zu drei Hubschrauber untergebracht werden
Foto: Jörn Fries
Die in unmittelbarer Nähe zur Zentralklinik Bad Berka zur Verfügung stehenden Flugbetriebsflächen
Foto: Jörn Fries
... und das gelungene Zusammenspiel aller an der (Primär- und Sekundär.)Luftrettung in Thüringen Beteiligten ließen im Jahr 2002 noch solche zukunftsorientierten Lösungen zu
Foto: Jörn Fries
Am Südharz-Klinikum Nordhausen hingegen ist die Luftrettungsstation durch die umgebende Bebauung limitiert
Foto: Jörn Fries
... wie die Aufnahmen aus dem April 2010 zeigen
Foto: Jörn Fries
Die Nähe zur Wohnbebauung erschwert zudem eine Ausweitung der Betriebszeiten in die fliegerische Nacht, gilt doch in Deutschland die gesetzliche Nachtruhe in der Regel von 22:00 bis 6:00 Uhr
Foto: Jörn Fries
Rücksichtnahme erfordern selbstverständlich auch die Patientinnen und Patienten des Südharz-Klinikums
Foto: Jörn Fries
Von Vorteil hingegen sind die kurzen Wege zwischen Landeplatz und Notaufnahme des Südharz-Klinikums
Foto: Jörn Fries
Nachrichten zu diesem Thema im Archiv
- 11.01.2026 „Christoph 37“: Sanierung des Hangars und Neubau der Landeplattform abgeschlossen (Update vom 20.01.2026)
- 18.01.2026 “Christoph 37“: Der alte Hangar hat sein Gesicht kaum verändert
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- Quelle(n):
- Pressemitteilungen “Fertigstellung Hangar“ des Südharz-Klinikums Nordhausen vom 9. Januar 2026 sowie “Sanierung des Hangars“ des Südharz-Klinikums Nordhausen vom 20. August 2025
