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ARA-Jahresbilanz 2025: Nachtwindeneinsätze boomen

07.01.2026

Klagenfurt (A) ::  Auch im Jahr 2025 standen die drei Notarzthubschrauber der gemeinnützigen ARA Flugrettung wieder im Dauereinsatz. Die rot-weiß-roten Flugrettungs-Profis in Fresach, am Nassfeld und in Reutte wurden insgesamt 2.145 Mal alarmiert. Ein deutlicher Anstieg ist bei den nächtlichen Windenbergungen zu verzeichnen.

Die Flugrettungsprofis der ARA Flugrettung absolvierten im vergangenen Jahr 344 Windeneinsätze – so viele wie noch nie zuvor in der mittlerweile fast 25-jährigen Geschichte des gemeinnützigen Unternehmens

Die Flugrettungsprofis der ARA Flugrettung absolvierten im vergangenen Jahr 344 Windeneinsätze – so viele wie noch nie zuvor in der mittlerweile fast 25-jährigen Geschichte des gemeinnützigen Unternehmens

Foto: Foto ARA / Tomas Kika

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Die ARA Flugrettung ist im Jahr 2025 mit ihren drei Notarzthubschraubern zu 2.145 Einsätzen alarmiert worden. Das bedeutet gegenüber dem Jahr davor ein Minus von 280 Einsätzen.

Dieser Rückgang ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass wir im vergangenen Jahr am Nassfeld im Sommer eine Pause eingelegt haben
erklärt ARA-Geschäftsführer Thomas Jank.

Die wohl auffälligste Entwicklung gab es im abgelaufenen Jahr im Bereich der nächtlichen Windenbergungen zu verzeichnen: Der Anstieg hier beträgt gegenüber 2024 satte 63 Prozent – 62 solcher Einsätze wurden 2025 absolviert, allein 53 davon durch den Notarzthelikopter RK-2 in Reutte. Für ARA-Flugbetriebsleiter Herbert Graf kommen diese Zahlen nicht wirklich überraschend:

Für Patienten und Einsatzorganisationen stellt eine professionelle nächtliche Windenoperation, die ohne Zwischenlandungen und Tankstopps auskommt, einen unglaublichen Mehrwert dar, der nicht selten über Leben oder Tod entscheidet.
Speziell der ARA-Notarzthubschrauber RK-2 aus Reutte wird regelmäßig bei Nacht ins Tiroler Unterland oder ins angrenzende Bayern beordert, um im alpinen Gelände herausfordernde Windenbergungen durchzuführen.

Einen Meilenstein setzte die ARA Flugrettung im Jahr 2025 im flugbetrieblichen Bereich: Das Flugrettungsunternehmen nahm die erste H145 in Österreich mit Fünfblattrotor in Betrieb. Aktuell kommt die Maschine am Nassfeld zum Einsatz.

Mehr Leistung, weniger Vibrationen und höhere Zuladungskapazitäten sorgen für mehr Sicherheit und größere Einsatzmöglichkeiten
erzählt der stellvertretende ARA-Geschäftsführer Andreas Grießer.

Ebenso neu beim Nassfeld-Heli: Die sogenannten „Pulsing Lights“.

Dabei handelt es sich um ein ausgeklügeltes visuelles Erkennungssystem, bestehend aus acht LED-Lichtern, das die Sichtbarkeit des Helikopters in der Luft und am Boden deutlich optimiert
so Grießer.

Für ARA-Geschäftsführer Thomas Jank ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass die solide Entwicklung der ARA Flugrettung in den letzten Jahren primär auf zwei Faktoren zurückzuführen ist:

Diese Erfolgsstory ist das Produkt von außergewöhnlichen Mitarbeitern, die allesamt einen grandiosen Job machen und einem perfekten Support durch unseren Mehrheitseigentümer DRF Luftrettung, der uns bei allen Weiterentwicklungsaktivitäten tatkräftig unterstützt.

Die meisten Einsätze im Jahr 2025 bei der ARA Flugrettung wurden in Folge von Sport- und Freizeitunfällen absolviert (rund 42%). Auf Platz zwei im Einsatzranking: Internistische Notfälle (rund 26%), gefolgt von neurologischen Notfällen (rund 12%).

Für die gemeinnützige ARA Flugrettung sind aktuell 88 Mitarbeiter tätig: Neun Piloten, 10 Windenoperator (HEMS-TC), 21 Flugretter, 36 Notärzte und 12 Verwaltungskräfte. An allen drei Stationen (Fresach, Reutte, Nassfeld) wird mit einer Vierpersonen-Crew (Pilot, Windenoperator, Flugretter, Notarzt) geflogen, die bei Bedarf um weitere Spezialkräfte (Bergretter, Fachärzte, Intensivpfleger, Hundeführer bei Lawineneinsätzen…) ergänzt werden kann.

Die ARA Flugrettung wurde 2001 gegründet. Das Unternehmen, das mit dem Kärntner Roten Kreuz kooperiert, gehört zur DRF Luftrettungs-Gruppe und betreibt in Österreich mit Fresach (Kärnten), Nassfeld (Kärnten) und Reutte (Tirol) drei Stationen. Heuer begeht die ARA Flugrettung ihr 25-Jahr-Jubiläum.

Jahreszahlen aus 2025 von RK-1

Jahreszahlen aus 2025 von RK-1

Foto: ARA Flugrettung

Jahreszahlen aus 2025 von RK-2

Jahreszahlen aus 2025 von RK-2

Foto: ARA Flugrettung

Jahreszahlen aus 2025 von ARA-3

Jahreszahlen aus 2025 von ARA-3

Foto: ARA Flugrettung

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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