Luftrettung in Berlin aus einer Hand: DRF Luftrettung übernimmt Betrieb von Christoph 31
01.01.2026
Berlin (BLN) :: Die DRF Luftrettung hat heute den Betrieb des Rettungshubschraubers Christoph 31 übernommen. Das Einsatzspektrum und das Einsatzgebiet der Station bleiben unverändert, der Hubschrauber steht ab sofort als unverzichtbarer und verlässlicher Baustein in der Notfallversorgung der Menschen in Berlin und seinem Umland zur Verfügung. Zum Einsatz kommt ausschließlich eine hochmoderne Maschine des Typs H135 von Airbus Helicopters, die für das Einsatzspektrum des Rettungshubschraubers optimal geeignet ist.
Start zum ersten Einsatz: Am Morgen des Neujahrstages startete die DRF Luftrettung erstmals von der Station in Berlin-Steglitz
Foto: Steven Siebert/DRF Luftrettung
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„Christoph 31” meldet sich einsatzbereit!“. Um 7 Uhr heute morgen fiel der Startschuss, als die Besatzung den „neuen“ Christoph 31 bei der Leitstelle der Berliner Feuerwehr zum Dienst anmeldete. Künftig startet der am Charité Campus Benjamin Franklin in Steglitz stationierte Hubschrauber in den rot-weißen Farben der DRF Luftrettung zu seinen Einsätzen. Die DRF Luftrettung führe die Arbeit der traditionsreichen Station besser fort, unterstreicht Dr. Krystian Pracz, CEO der DRF Luftrettung:
Wir freuen uns, dass nun auch die Besatzungen von Christoph 31 mit den hohen Qualitätsstandards der DRF Luftrettung für Patientinnen und Patienten in Berlin und angrenzenden Gebieten im Einsatz sind. Wie an unseren beiden Stationen in Berlin-Marzahn und Berlin-Buch profitieren Menschen in medizinischen Notlagen nun auch hier von einer umfassenden und hochprofessionellen Notfallversorgung. Damit deckt die DRF Luftrettung mit drei Stationen in Berlin das gesamte Leistungsspektrum der Luftrettung ab – von der Notfallrettung über Intensivtransporte bis hin zu Nachtflug und Windenrettungen. Wir danken dem Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Inneres und Sport und der Berliner Feuerwehr als auschreibende Behörde für das ausgesprochene Vertrauen und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Partnern vor Ort. Zugleich würdigen wir die Arbeit, die an der Station von Christoph 31 über Jahrzehnte hinweg geleistet wurde.
Modernste Technik, Medizin und Innovation für beste Patientenversorgung
Zum Einsatz kommt ab sofort ausschließlich ein Hubschrauber des Typs H135, der gegenüber der in den letzten Jahren als Christoph 31 hauptsächlich eingesetzten EC135 deutliche Vorteile bietet. Er verfügt über ein Glascockpit, in dem alle wichtigen Flugdaten auf großen Bildschirmen angezeigt werden und einen Vier-Achsen-Autopilot, der die Piloten in verschiedenen Flugphasen entlastet. Das Anti-Kollisions-System erhöht die Sicherheit von Crew und Patienten zusätzlich. Auch die medizinische Ausstattung in der Kabine genügt höchsten Ansprüchen an eine optimale Patientenversorgung und Sicherheit.
Christoph 31 an der Station in Berlin-Steglitz: Zum Einsatz kommt kontinuierlich eine hochmoderne Maschine des Typs H135
Foto: Steven Siebert/DRF Luftrettung
Die DRF Luftrettung steht für Verlässlichkeit, Professionalität und Innovation. Es ist uns ein Anliegen, die Luftrettung nach höchsten Qualitätsansprüchen stetig weiter zu entwickeln. Dieser Anspruch trägt maßgeblich dazu bei, dass unsere Besatzungen bereits ab der ersten Minute der Notfallversorgung am Einsatzort dazu beitragen, bestmögliche Genesungs- und Überlebenschancen für unsere Patienten zu sichern
erläutert Dr. Krystian Pracz. Mit ihrem Wissenschaftlichen Arbeitskreis begleitet die DRF Luftrettung wegweisende interdisziplinäre Forschungsprojekte in der Notfallmedizin und führt selbst verschiedene Studien, beispielsweise zu medizinischen Behandlungsverfahren durch, über ihre Stiftung besteht zudem eine Fördermöglichkeit für entsprechende Projekte. Die medizinische Ausstattung der eingesetzten Hubschrauber als auch die Qualifikation der Besatzungen geht weit über Normen und Standards hinaus, weshalb die DRF Luftrettung sich gegenüber den Mitbewerbern als wirtschaftlichster und nicht günstiger Bieter durchsetzen konnte.
Drei Stationen der DRF Luftrettung in Berlin
Die Station von Christoph 31 befindet sich am Charité Campus Benjamin Franklin in Berlin-Steglitz Die Crew besteht aus einem Piloten und HEMS-TC/Notfallsanitätern der DRF Luftrettung, die Notärzte stellt die Charité - Universitätsmedizin Berlin. Christoph 31 kann von Sonnenaufgang, frühestens 7.00 Uhr, bis Sonnenuntergang alarmiert werden. Zum Einsatz kommt ein hochmoderner Hubschrauber des Typs H135 von Airbus Helicopters. Die Beauftragung der DRF Luftrettung läuft ab dem 1. Januar 2026 über vier Jahre, an der Ausschreibung zur Weiterführung wird sich die DRF Luftrettung beteiligen.
Die Station von Christoph Berlin besteht seit Oktober 1994 und befindet sich am Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn. Tagsüber besteht die Crew aus einem Piloten, einem Notarzt sowie einem HEMS-TC/Notfallsanitäter. In den Nachtzeiten erweitert ein weiterer Pilot das Team. Christoph Berlin ist der einzige Intensivtransporthubschrauber in Berlin und erweitertem Umland, der 24-Stunden täglich einsatzbereit ist. Rund ein Viertel seiner Einsätze leistet er in der Dunkelheit.
Beauftragt durch die Senatsverwaltung für Inneres und Sport, hat die DRF Luftrettung am 2. Januar 2024 den Dienstbetrieb von Christoph 100 in Berlin-Buch aufgenommen. Die Station ist ganzjährig von 6:00 Uhr morgens bis 22:00 Uhr einsatzbereit und mit einer Rettungswinde ausgestattet. Einsätze in der Dunkelheit fliegen die Piloten mit Nachtsichtgeräten, sogenannten Night Vision Goggles. Christoph 100 wird als schneller Notarztzubringer in der Notfallrettung alarmiert. Seine Besatzung besteht aus zwei Piloten, einem Notfallsanitäter und einem Notarzt. Die medizinische Crew stellen die Berliner Feuerwehr und das Bundeswehrkrankenhaus Berlin. Ein Leuchtturm-Projekt zivil-militärischer Zusammenarbeit. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern können die drei Hubschrauber in maximal 15 Flugminuten erreichen.
Das neue Leitungsteam des Christoph 31 in Berlin-Steglitz: Pilot Pablo Angulo Sanchez, HEMS-TC Eik Meißner und Hubschraubernotarzt Dr. med. Georg Girke
Foto: Steven Siebert/DRF Luftrettung
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