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“Rega 12“ startet von neuer Basis in Mollis

30.12.2025

Mollis (CH) ::  Die Rega-Crew in Mollis (GL) hat ihre neue Einsatzbasis bezogen. Der moderne Holzbau ersetzt das bisherige Container-Provisorium und bietet der Crew optimale Bedingungen, um rund um die Uhr für Menschen in Not einsatzbereit zu sein. Die Basis Mollis ist die erste Rega-Helikopterbasis, die nahezu vollständig aus Holz gebaut wurde.

Rettungsheli vom Typ Agusta 109 Da Vinci vor dem Neubau der REGA-Einsatzbasis in Mollis

Rettungsheli vom Typ Agusta 109 Da Vinci vor dem Neubau der REGA-Einsatzbasis in Mollis

Foto: REGA

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Blick auf den Flugplatz Mollis mit der REGA-Einsatzbasis ganz links

Blick auf den Flugplatz Mollis mit der REGA-Einsatzbasis ganz links

Foto: REGA

Der moderne, großzügige Neubau mit Büro, Garage, Hangar, Schlaf- und Wohnräumen ersetzt das mehrstöckige Container-Provisorium mit Schlafräumen, das der Molliser Crew während acht Jahre als Einsatzbasis diente. In den dringend benötigten Neubau investierte die Rega 9 Millionen Franken. Möglich ist das nur dank Gönnerinnen und Gönnern sowie Spenderinnen und Spendern, welche die Rega mit ihrer Unterstützung in der Luft halten. Die neue Basis bietet der Rega-Crew eine ideale Infrastruktur, um jederzeit einsatzbereit zu sein und so eine schnelle und professionelle medizinische Versorgung aus der Luft sicherzustellen.

Die Einsatzmaschine im neuen Hangar

Die Einsatzmaschine im neuen Hangar

Foto: REGA

Garderobe für die Crew-Mitglieder

Garderobe für die Crew-Mitglieder

Foto: REGA

Küche und Wohnbereich

Küche und Wohnbereich

Foto: REGA

Schlafzimmer für die REGA-Crew

Schlafzimmer für die REGA-Crew

Foto: REGA

Mit neuem Holzbau für die Zukunft gerüstet

Die Basis besteht aus 213 vorgefertigten Elementen und insgesamt 406 Kubikmetern Schweizer Holz. Beton kommt nur dort zum Einsatz, wo Stabilität zwingend notwendig ist, etwa beim Hangar-Portal und aus Brandschutzgründen bei der Helikopter-Tankstelle. Der Neubau in Holzbauweise setzt bautechnisch Maßstäbe für künftige Infrastrukturprojekte, wie die neue Helikopterbasis in Samedan (GR). Auch sie wird als Holzbau realisiert werden – ressourcenschonend, klimafreundlich und mit Fokus auf regionale Anbieter.

Für die Zukunft gewappnet: Neben der Einsatzmaschine vom Typ Agusta 109 Da Vinci steht im neuen Hangar ein Schulungshubschrauber vom Typ Airbus H145 mit Fünfblattrotor (BK117D3)

Für die Zukunft gewappnet: Neben der Einsatzmaschine vom Typ Agusta 109 Da Vinci steht im neuen Hangar ein Schulungshubschrauber vom Typ Airbus H145 mit Fünfblattrotor (BK117D3)

Foto: REGA

Mit dem Neubau ist die Crew in Mollis bestens für die Zukunft aufgestellt. Ende 2026 wird die Basis ihren neuen Rettungshelikopter vom Typ Airbus H145 D3 in Betrieb nehmen. Dieses Modell ersetzt den bisherigen AgustaWestland Da Vinci. Die Rega setzt bei ihrer gesamten Helikopterflotte künftig auf die neueste Fünfblattversion des Typs Airbus H145 D3.

Planung mit Weitblick

Das Bauprojekt begann lange vor dem Spatenstich im August 2024 [rth.info berichtete]: Insgesamt dauerte die Realisierung neun Jahre. Grundlage war eine umfassende Machbarkeitsstudie, in der die Rega gemeinsam mit Fachspezialisten Flugrouten, Lärmberechnungen, Windanalysen und Hindernisprüfungen erarbeitete – stets unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, insbesondere beim Lärmschutz.

Parallel dazu wurde eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt: Ziel war es, die Auswirkungen des Einsatzbetriebs mit Rettungshelikoptern auf Natur und Tiere zu minimieren. So ist beispielsweise die Hangar-Beleuchtung nachts automatisch gesteuert, um Fledermäuse und andere Wildtiere möglichst nicht zu stören, und in die Fassade wurden Fledermauskästen integriert.

Über die Einsatzbasis Mollis

Seit 1974 werden vom Flugplatz Mollis Rettungseinsätze geflogen. Im Rahmen einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit führte anfänglich die Heli-Linth während vieler Jahre Rettungsflüge im Auftrag der Rega durch. Im Jahr 2010 stationierte die Rega erstmals einen eigenen Rettungshelikopter vom Typ AgustaWestland Da Vinci für Rettungseinsätze in Mollis. Im Gebäude der Heli-Linth wurde für die Rega-Crew ein Büro eingerichtet. Den Aufenthaltsraum und die Küche nutzten die Rega und die Heli-Linth gemeinsam.

Seit 2016 ist die Basis in einem Container-Provisorium beim Flugplatz Mollis untergebracht. Anfänglich noch als saisonale Basis während der Sommer- und Wintermonate betrieben, steht die Molliser Crew seit dem Jahr 2019 ganzjährig für Menschen in Not im Einsatz. Im Jahr 2021 wurde der Betrieb auf einen 24-Stunden-Dienst ausgeweitet. Das Einsatzspektrum ist breit und reicht von Berg- und Wintersportunfällen über Verkehrsunfälle und akute Erkrankungen bis hin zu Verlegungsflügen von peripheren Spitälern in Zentrumsspitäler. Jährlich fliegt die Crew der Basis Mollis rund 900 Einsätze – nicht nur Glarnerland, sondern auch in der Ost- und Zentralschweiz sowie in der Großregion Zürich.

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Quelle(n):
Pressemitteilung “Umgezogen: Die Rega-Crew startet von neuer Basis in Mollis“ der REGA vom 22. Dezember 2025

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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