Leonberg (BWÜ) ::
Es sind grade einmal 18 Monate vergangen, als der Christoph 41 aus Leonberg den Musterwechsel von der EC135 auf die H135 vollzogen hat. Nun kommt in Leonberg auch eine H145 zum Einsatz. Damit verfügen jetzt alle Standorte der DRF Luftrettung in Baden Württemberg über die H145 und sind somit optimal für den Dual-Use-Betrieb ausgestattet. Das bedeutet, dass ein Hubschrauber sowohl für die Notfallrettung als auch Interhospitaltransfers gleichermaßen geeignet ist. Die H145 hat im Vergleich zu ihrem Vorgänger eine deutlich größere Kabine, wodurch sich einfacher bzw. auch effizienter an einem Patienten arbeiten lässt. Auch hat sie im wesentlich mehr Leistung als die H135 und durch das 5-Blatt-Rotorsystem eine größere Nutzlast. Allerdings kommt jetzt anfangs noch die D2-Version der H145 in Leonberg zum Einsatz.
Die H145 kommt eingeschwebt
Foto: Ole Meisen
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Somit endet am 15.10.2025 die 29 jährige Ära der EC135 bzw. H135 am Standort in Leonberg. Mancher wird sich erinnern: Im September 1996 stationierte die damalige Deutsche Rettungsflugwacht e. V. mit der D-HYYY die weltweit erste EC 135 in HEMS-Konfiguration als RTH “Christoph 41“.
Wir wünschen den Besatzungen des Christoph 41 alles gute mit ihrem neuen Arbeitsgerät und many happy landings.
Die H135 ist bereits beiseite getreten – und scheint die herbstliche Abendsonne noch zu genießen
Foto: Ole Meisen
Die H135 kurz zuvor bei einem ihrer letzten Einsätze als Christoph 41, gelandet in Pforzheim
Foto: Ole Meisen
Die Dämmerung bricht herein, die “Neue“ hat ihren künftigen Stammplatz besetzt
Foto: Ole Meisen
Aus dem Archiv: Im September 1996 nutzte die damalige Deutsche Rettungsflugwacht e. V. (DRF) mit der “D-HYYY“ die weltweit erste EC 135 in Luftrettungs-Konfiguration als RTH “Christoph 41“
Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.
Für die Luftrettung> besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte).
Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland.
Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008).
Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.
Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind.
Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen.
In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.
"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet.
Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.