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Faszination Luftrettung


Bundeskanzler Friedrich Merz besucht Christoph Dortmund

06.09.2025

Winterberg (NRW) ::  Beim routinemäßigen Windentraining des Dortmunder Intensivtransporthubschraubers „Christoph Dortmund“, den Höhenrettern der Berufsfeuerwehr Dortmund und der DRK Bergwacht Winterberg war am Samstag Bundeskanzler Friedrich Merz zu Gast und nahm an einem Übungsdurchgang teil, um sich über die Möglichkeiten der Luftrettung mit der Rettungswinde zu informieren.

Nach der Landung zeigte Bundeskanzler Friedrich Merz sich beeindruckt von der Leistung der Luftretter und der Bergwacht. Es folgte ein Austausch unter anderem mit Dr. Krystian Pracz vom Vorstand der DRF Luftrettung.

Nach der Landung zeigte Bundeskanzler Friedrich Merz sich beeindruckt von der Leistung der Luftretter und der Bergwacht. Es folgte ein Austausch unter anderem mit Dr. Krystian Pracz vom Vorstand der DRF Luftrettung.

Foto: Matthias Böhl

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Bereits in den Tagen zuvor hatten Polizei, BKA und Sicherheitsdienste den Besuch des Kanzlers vorbereitet und am Samstagmorgen nur einen kleinen Kreis auf das Gelände rund um den Bremberg gelassen, wo die Windenübung stattfand. Polizeihunde untersuchten die Ausrüstung von Rettungskräften und Fotografen, wer keine Berechtigung hatte, erhielt keinen Zutritt, das Gelände war von der Polizei und Spezialkräften abgesichert. Zusätzlich zum trainierenden Rettungshubschrauber war ein Polizeihubschrauber in der Luft, der das Gelände und die Veranstaltung überwachte. Gegen kurz vor zehn traf der Bundeskanzler mit einem Sonderfahrzeug in einer Eskorte an der Bergrettungswache ein. Dort wurde er vom Bundesarzt der Bergwacht, Professor Dr. Volker Lischke, dem Vorstand der DRF Luftrettung, Dr. Krystian Pracz und dem stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Dortmund, Oliver Nestler, begrüßt. Von der DRF Luftrettung erhielt der Kanzler eine Pilotenjacke, die auch mit seinem Namensschild versehen worden war.

Auf dem Co-Pilotensitz informierte sich Friedrich Merz bei Pilot Markus Sandmann aus erster Hand konnte beim Erkundungsflug des Übungsgeländes einen ersten Eindruck der Arbeit gewinnen

Auf dem Co-Pilotensitz informierte sich Friedrich Merz bei Pilot Markus Sandmann aus erster Hand konnte beim Erkundungsflug des Übungsgeländes einen ersten Eindruck der Arbeit gewinnen

Foto: Matthias Böhl

Am Hubschrauber informierte sich der Kanzler zunächst bei Pilot Markus Sandmann, Stationsleiter in Dortmund, Notfallsanitäter Patrick Postelt und weiteren Rettungskräften über die Einsatzmöglichkeiten des Hubschraubers und der Winde, bevor er im Cockpit neben Pilot Markus Sandmann Platz nahm und sich über die technischen Daten der Maschine und den Flugbetrieb informierte. Nach der Einweisung in die Maschine wurde der Kanzler zunächst zum Erkundungsflug des Geländes mitgenommen: In Form eines Zirkels hatten die Luftretter gemeinsam mit Luftrettern der Bergwacht an unterschiedlichen Positionen verschiedene Windenaufgaben zu bewältigen, die sich die Besatzungen zunächst immer einmal aus der Luft anschauen müssen. Im Anschluss landete der Hubschrauber erneut, um Personal und Material aufzunehmen und dem Bundeskanzler nun einen Sitz in der Kabine anbieten zu können, um die Übung von dort hautnah zu verfolgen.

Nach der Geländeerkundung landete der Hubschrauber noch mal, um Personal aufzunehmen und dem Kanzler einen Wechsel in die Kabine zu ermöglichen, um dort die Übung hautnah mitzuerleben

Nach der Geländeerkundung landete der Hubschrauber noch mal, um Personal aufzunehmen und dem Kanzler einen Wechsel in die Kabine zu ermöglichen, um dort die Übung hautnah mitzuerleben

Foto: Matthias Böhl

Im Anschluss an die Übung fand ein Gespräch zwischen Friedrich Merz und Dr. Krystian Pracz, Professor Dr. Lischke, Dr. Fritz Baur, Präsident des DRK Landesverbandes Westfalen-Lippe und weiteren Vertretern von DRF Luftrettung und Deutschem Roten Kreuz, was für die Bergwacht zuständig ist, statt. In dem Gespräch ging es vor allem um die Anforderungen im Einsatz, die derzeitige Struktur der Notfallrettung, die nötige Finanzierung und vor allem auch um die Zusammenarbeit aller Organisationen im Rettungswesen. Dr. Lischke regte dabei an, auch die Helfer aller Hilfsorganisationen, auch der Bergwachten, mit den Einsatzkräften der Feuerwehren und des THW gleichzustellen. Dr. Krystian Pracz von der DRF Luftrettung unterstrich, dass man in der Lage sei, Nacht- und Instrumentenflugverfahren durchzuführen und es nun am Gesetzgeber liege, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Bundeskanzler Merz bedankte sich ausdrücklich bei allen an der Rettung beteiligten Einsatzkräften, vor allem aber den vielen Ehrenamtlichen Helfern:

Ich will mich bei denjenigen, die die Luftrettung durchführen, herzlich bedanken, aber auch bei denjenigen, die Hand in Hand mit der Luftrettung arbeiten. Das ist das Deutsche Rote Kreuz, das sind alle weiteren Hilfsorganisationen, das sind aber auch die Bundeswehr, das Land Nordrhein-Westfalen und die Polizei. Hier zeigt sich Deutschland von seiner allerbesten Seite. Wir setzen dabei Standards. Es gibt wahrscheinlich kein zweites Land auf der Welt, das dies so umfassend und tiefgreifend, das dies so gut macht wie Deutschland. Darauf können wir nicht nur ein bisschen stolz sein, sondern das will ich als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland einmal mit Dank an diejenigen zurückgeben, die diese Arbeit leisten
so Merz abschließend.

Das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Brilon, unterhält die Bergwacht Winterberg, die in Kooperation mit der DRF Luftrettung die Air-Rescue-Spezialisten für Christoph Dortmund stellt.

Das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Brilon, unterhält die Bergwacht Winterberg, die in Kooperation mit der DRF Luftrettung die Air-Rescue-Spezialisten für Christoph Dortmund stellt.

Foto: Matthias Böhl

Windenausbilder Sebastian Schneider zeigte Bundeskanzler Friedrich Merz an der Maschine eindrücklich die Möglichkeiten einer Rettungswinde

Windenausbilder Sebastian Schneider zeigte Bundeskanzler Friedrich Merz an der Maschine eindrücklich die Möglichkeiten einer Rettungswinde

Foto: Matthias Böhl

Bundeskanzler Friedrich Merz bekam von Dr. Krystian Pracz direkt nach seiner Ankunft in Winterberg eine Pilotenjacke mit Namensschild, bevor es zum Hubschrauber ging. Personenschützer im Hintergrund waren während der gesamten Zeit an seiner Seite

Bundeskanzler Friedrich Merz bekam von Dr. Krystian Pracz direkt nach seiner Ankunft in Winterberg eine Pilotenjacke mit Namensschild, bevor es zum Hubschrauber ging. Personenschützer im Hintergrund waren während der gesamten Zeit an seiner Seite

Foto: Matthias Böhl

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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