Gegenüber unserer Redaktion hat die Johanniter Luftrettung klargestellt, dass es sich um eine befristete Erprobung handele. Sie führt dazu aus: Nach über 30 Jahren, in denen wir in Rostock das Flugmuster AS 365 N3 bzw. deren Vorgänger einsetzen, nutzen wir die kommenden Monate für einen internen Probebetrieb mit unserem Flugmuster H 145 D3. Wir gehen von etwa sechs Monaten aus, in denen wir an unserer Station in Rostock Einsatzmöglichkeiten wie auch etwaige Limitierungen im Vergleich zu unseren größeren Flugmustern intern evaluieren. Im Bedarfsfall kann wie gewohnt eine Maschine von Typ AS 365 N3 oder H 155 eingesetzt werden.
Rostock (MVP) ::
Mit dem vergangenen Donnerstag, den 14.08.2025, begann ein neues Kapitel in der Geschichte des Rostocker Intensivtransporthubschraubers „Christoph Rostock“ (auch: Christoph 92). An diesem Tag wurde die bis dahin eingesetzte AS365 Dauphin am Klinikum Südstadt Rostock durch eine Airbus H145 (BK 117 D-3) mit der Kennung D-HJLB abgelöst. Flug- und Spotterdaten dokumentieren die Ankunft und erste Einsätze der D-HJLB in Rostock am 14.08.2025.
„Christoph Rostock“ ist ein Intensivtransporthubschrauber (ITH) in 24-Stunden-Bereitschaft am Klinikum Südstadt. Seit 1993 im Dienst, ersetzte die Dauphin im Jahr 2010 die zuvor eingesetzte Agusta A109 (damals unter Regie von Rotorflug, vgl.
https://www.rth.info/rep/rep.php?id=221)
.
Zuletzt flog in Rostock eine AS365 N3 (u. a. D-HNHA), bevor nun auf die H145 umgestellt wurde.
Neben Rostock ist die H145 schon länger als „Christoph Gießen“ (Ruf: Christoph 90) im Einsatz. Zur JLR/HELI-FLIGHT-Flotte zählen aktuell drei H145 D3 mit den Kennungen D-HJLA (2021), D-HJLB (2021) und D-HJLC (2025); D-HJLB wurde bis 2025 regelmäßig in Gießen gesichtet, bevor sie im August 2025 nach Rostock wechselte.
- Anzeige -
“Christoph Rostock“ mit der neuen H145 am Standort
Foto: Johannes Herrmann
Deutlich erkennbar an der Beklebung auf der Seite
Foto: Johannes Herrmann
Das neue Modell wird seit Mitte August 2025 eingesetzt
Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.
Für die Luftrettung> besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte).
Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland.
Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008).
Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.
Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind.
Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen.
In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.
"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet.
Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.