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Faszination Luftrettung


30 Jahre Luftrettung in Regensburg

06.10.2024

Regensburg (BAY) ::  Die Station Regensburg konnte am 1. September ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Aus diesem freudigen Anlass lud die DRF Luftrettung am Abend des 28. Septembers zu einer Jubiläumsfeier am Hangar von „Christoph Regensburg“ ein.

Dem Festakt voraus ging das Fachsymposium für Ärzte und Angehörige der Hilfsorganisationen „RESCU“ im Hörsaal der Uniklinik, dessen Veranstalter das Rettungszentrum Regensburg e.V. ist. Passend zur Geburtstagsfeier des Christoph Regensburg standen einige der Fachvorträge hierbei ganz im Zeichen des „Geburtstagskindes“. Leitender Pilot Christian Hackl erklärte beispielsweise, welche Besonderheiten beim Nachtflug und einer Nachtlandung an der Einsatzstelle zu beachten sind. Weitere Themen waren auch der Einsatz von Blutkonserven, wie es Christoph Regensburg seit 2021 durchführt, sowie das Projekt „NoKi“ - Notarzt für Kids. Jörg Braun, Sicherheitsbeauftragter der DRF, stellte das Sicherheitsmanagement und die gelebte Fehlerkultur der DRF vor. In der Kaffeepause am Nachmittag konnten die Teilnehmer einen Blick in die nagelneue H145 der DRF mit Kennung „D-HXFN“ werfen, die hierfür auf dem Ausweichlandeplatz der Uniklinik geparkt worden war.

Beim offiziellen Festakt am Abend fanden sich dann zusätzlich auch Gäste der Politik im Hangar ein, um Glückwünsche zu überbringen. Begrüßt wurden die rund 150 Gäste von Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung. Auch anwesend war der bayerische Innenminister Joachim Hermann MdL sowie die Landrätin Tanja Schweiger. Die Grußworte betonten vor allem die Bedeutung des Rettungshubschraubers für Ostbayern und die beachtliche Geschichte, die Mitte der 90er ihren Lauf nahm. Christoph Regensburg sei für Ostbayern und darüber hinaus nicht mehr wegzudenken - sei es als Notarztzubringer, als schnelles Transportmittel von Patienten in ein Zentrum der Maximalversorgung oder auch für ECMO-Verlegungen in Zusammenarbeit mit der Uniklinik Regensburg.

Der Innenminister stellte zudem fest, dass die strukturelle Änderung der Krankenhauslandschaft eine Herausforderung für die Notfallversorgung, an der auch die Luftrettung wesentlich beteiligt ist, sei. Er verdeutlichte die Vorreiterrolle von Bayern, da nicht nur der erste westdeutsche RTH mit Christoph 1 in München an den Start ging, sondern auch die Maschinen selbst mit Airbus Helicopters „Made in Bavaria“ seien. Zudem erklärte Hermann, dass man sich der Notwendigkeit der Betriebszeitenausweitung der RTH-Stationen in Bayern bewusst sei und hierfür bereits Planungen und Verhandlungen am Laufens seien.

Nach den Ansprachen der Gäste stand das nächste Highlight auf der Tagesordnung: die Verleihung des RESCU-Preises, bei dem Rettungskräften für außerordentliche Leistungen im Einsatz für das Menschenleben gedankt wird. Nach den letzten Pressefotos und Interviews wurde schlussendlich das Buffet für die rund 150 Gäste eröffnet, um den Abend bei gutem Essen und interessanten Gesprächen ausklingen lassen zu können.

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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