30 Jahre DRF Luftrettung in Suhl: Jubiläum in drei Akten
15.06.2024
Suhl (THÜ) :: Am vergangenen Wochenende (08.+09.06.2024) feierten die DRF Luftrettung und das SRH Zentralklinikum Suhl gemeinsam das 30-jährige Bestehen der DRF-Station im südthüringischen Suhl. Wie bereits im Vorfeld berichtet, hatte die gemeinnützige DRF Luftrettung die Station “Christoph 60“ am Suhler Zentralklinikum von der Firma Heli-Flight zum 1. Januar 1994 übernommen und dort zunächst eine BO 105 CBS stationiert. Seitdem rückten die Besatzungen zu rund 29.600 Einsätzen aus, seit dem 1. April 2024 mit einer hochmodernen H135 mit Helionix-Avionik.
Dicht umringt: die eigens aus Nürnberg eingeflogene H145 der DRF Luftrettung mit Fünf-Blatt-Rotor und Rettungswinde
Foto: Jörn Fries
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In Suhl fliegt seit dem 1. April 2024 eine hochmoderne H135 als “Christoph 60“
Foto: Jörn Fries
Das Jubiläum “30 Jahre DRF Luftrettung in Suhl“ gestaltete die DRF Luftrettung in drei Akten: Erster Akt war der Ärzten und Rettungsfachpersonal vorbehaltene 11. “Christoph-60-Tag“ am Samstag (08.06.2024), der sich in Theorie und Praxis ganztägig pädiatrischen Notfallsituationen widmete. Alle zur Verfügung stehenden Teilnehmerplätze waren bereits Mitte Mai restlos ausgebucht.
Der zweite Akt begann am späten Sonntagvormittag (09.06.2024) mit einem Get-together für geladene Gäste im Hangar der DRF-Station mit Grußworten von Ernst Peleikis, Leiter Partnermanagement der DRF Luftrettung, André Knapp, Vorsitzender des Rettungsdienstzweckverbands Südthüringen und Oberbürgermeister der Stadt Suhl, und Dr. Carsten Wurst, Ärztlicher Direktor des SRH Zentralklinikums Suhl. Rund 60 geladene Gäste aus Ärzteschaft, Politik und Verwaltung lauschten den lobenden Worten und nutzten anschließend die Gelegenheit zum Austausch. Der Autor lernte dabei einen der Ärzte kennen, die bereits vor der politischen Wende am Zentralklinikum tätig waren und der ab Mai 1993 zu der Gruppe der “fliegenden Ärzte“ gehörte. Der heute noch als Notarzt im bodengebundenen Rettungsdienst tätige Notarzt berichtete über die Anfänge, als nach 1990 erstmals zu Rettungshubschraubern umgebaute Militärhubschrauber der NVA am Zentralklinikum landeten und drei Jahre später eine Robinson R22 den Dienst als Notarzteinsatzhubschrauber (NEH) aufnahm.
Die Einsatzcrew von “Christoph 60“ verpasste allerdings den offiziellen Teil des Jubiläums, da sie um kurz nach elf zu einem Notfalleinsatz angefordert wurde und erst rund eine Stunde später wieder an ihre Homebase zurückkehrte.
„Fast 30.000 Einsätze in 30 Jahren zeigen, wie wichtig ‘Christoph 60‘ für die Region ist“, erklärte Ernst Peleikis, Leiter Partnermanagement der DRF Luftrettung
Foto: Jörn Fries
Ernst Peleikis dankte in seinem Grußwort allen aktuellen und ehemaligen Stationsmitarbeitern für ihren engagierten Einsatz
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„Fast 30.000 Einsätze in 30 Jahren zeigen, wie wichtig ‘Christoph 60‘ für die Region ist“, erklärte Peleikis. Gleichzeitig betonte er, dass Luftrettung Teamarbeit sei. Er dankte deshalb allen aktuellen und ehemaligen Stationsmitarbeitern für ihren engagierten Einsatz, mit dem sie den Menschen der Region seit dreißig Jahren in sämtlichen Notlagen helfen. Wertschätzende Worte richtete er auch an alle Partner und Partnerinnen vor Ort und dankte Ihnen für das jahrelange Vertrauen sowie die gute Zusammenarbeit. Auch blickte Peleikis auf historische Meilensteine der Station zurück – darunter der Musterwechsel im vergangenen April im Zuge der deutschlandweiten Flottenmodernisierung.
Suhls Oberbürgermeister André Knapp freute sich über die Einladung und dankte in seinem Grußwort den Luftrettern für ihren Einsatz
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Suhls Oberbürgermeister André Knapp freute sich über die Einladung und dankte in seinem Grußwort den Luftrettern für ihren Einsatz, auf den sich die Region seit Jahrzehnten verlassen könne. Er unterstrich zudem die wichtige Rolle von “Christoph 60“ für die notfallmedizinische Versorgung der Region.
Dr. Carsten Wurst, Ärztlicher Direktor des SRH Zentralklinikums Suhl, würdigte die gute kollegiale Zusammenarbeit zwischen Hubschrauber-Crews und Klinikpersonal in den vergangenen drei Jahrzehnten
Foto: Jörn Fries
Dr. Carsten Wurst, Ärztlicher Direktor des SRH Zentralklinikums Suhl, nutzte die Gelegenheit, die gute kollegiale Zusammenarbeit zwischen Hubschrauber-Crews und Klinikpersonal in den vergangenen drei Jahrzehnten zu würdigen. Auch erinnerte er mit Schmunzeln an die Anfänge der Luftrettung in Suhl, als in der alten Kinderklinik jedes Mal die Blumentöpfe vor den Fenstern entfernt werden mussten, wenn eine Mil Mi-8 den alten Landeplatz anflog.
Bereits vor dem offiziellen Beginn des Tages der offenen Tür um 13 Uhr war das Interesse der Bevölkerung riesengroß
Foto: Jörn Fries
Der dritte Akt begann offiziell um 13 Uhr. Auf einer Freifläche vor dem Zentralklinikum präsentierten sich Klinik, DRF Luftrettung sowie deren Partner der Öffentlichkeit mit einer Vielzahl von Infoständen, Aktionsflächen und Einsatzfahrzeugen. Die DRF Luftrettung konnte dem interessierten Publikum aller Altersgruppen einen Einblick in die Welt der Luftrettung geben. Dafür stand ein voll ausgestatteter Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung vom Airbus-Typ H145 zur Besichtigung bereit – Crewmitglieder von “Christoph 60“ beantworteten bereitwillig und gerne die Fragen der zahlreichen Gäste. Das Zentralklinikum Suhl bot unter anderem Führungen an, informierte über ihre Leistungen in der Neugeborenenversorgung oder lud zur Wiederbelebungschallenge ein. Zahlreiche weitere Organisationen – darunter Feuerwehr, Polizei, Rettungsambulanz Gotha, Verkehrswacht, Technisches Hilfswerk, der ASB Katastrophenschutz Suhl, die DRK Bergwacht Suhl und die DRK Wasserwacht Suhl – stellten sich und ihre Arbeit vor. Für Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren wurden Kurse für das richtige Verhalten im Notfall angeboten, zudem gab es eine Teddyklinik.
Einige der am Tag der offenen Tür Beteiligten hatten sich zuvor zu einem Gruppenfoto vor der H145 eingefunden
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Auf reges Interesse stieß der Infostand des DRF-Fördervereins
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In der Teddy-Klinik kümmerten sich Mitarbeitende des SRH Zentralklinikums Suhl rührig um “verletzte“ Teddybären und deren Besitzer
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THW und Feuerwehr Suhl zeigten ihre großen Einsatzfahrzeuge
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Aus Sicherheitsgründen hatte man den “Tag der offenen Tür“ nicht direkt an der DRF-Station Suhl veranstaltet – so konnte “Christoph 60“ jederzeit gefahrlos starten und landen
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Autoren
- Wir danken für Unterstützung:
- den Crewmitgliedern der DRF-Station Suhl sowie Frau Stefanie Kapp und Herrn Peter Tscherny von der DRF-Zentrale Filderstadt
- Quelle(n):
- Pressemitteilung “30 Jahre DRF Luftrettung in Suhl“ der DRF Luftrettung vom 9. Juni 2024
