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Rettungshubschrauber Christoph 41: Böblinger Landrat zeigt sich streitbar

21.09.2022

Böblingen (BWÜ) ::  Im Gezerre um die künftige Stationierung des “Christoph 41“ hat sich der Böblinger Landrat Roland Bernhard in einer Pressemitteilung seines Landratsamtes verärgert und verständnislos darüber gezeigt, dass die Befürworter des bisherigen Standortes Leonberg nach seiner Auffassung mit ihren (Zitat) guten Argumenten offenbar kein Gehör beim Land Baden-Württemberg fänden. In der Pressemitteilung werden einige der bekannten Argumente erneut wiedergegeben. Abermals ist erkennbar, dass Landkreise und Regionen mit ganz unterschiedlichen Besonderheiten hier um eine Verbesserung ihrer medizinischen Versorgung ringen. Je nach Sichtweise wird spärliche oder dichte Besiedelung als Argument angeführt, bei der Abdeckung durch Luftrettungsmittel besonders im Fokus zu stehen.

Dass auch regionale Investitionen in das Gesundheitssystem politisch durchaus mit der Standortfrage verknüpft werden, zeigt die Bemerkung Bernhards, Christoph 41 werde auch für das künftige Flugfeldklinikum eine Stütze sein. Hierbei bezieht er sich auf ein im Bau befindliches Krankenhaus, an dem die bisherigen Kliniken Böblingen und Sindelfingen in einigen Jahren zusammengelegt werden. Dessen geplanter Dachlandeplatz könnte freilich genausogut auch aus der Region Reutlingen angeflogen werden – aber die Patienten des “Christoph 41“ würden dann sicher schwerpunktmäßig in andere Kliniken transportiert.

Die Zeitung “Schwäbisches Tagblatt“ berichtet indes, Bernhard habe in einem Schreiben an Innenminister Thomas Strobl die Herausgabe des Rettungsdienstplans 2022 des Landes zum Anlass genommen, eine Überarbeitung des Strukturgutachtens zu fordern, weil der Rettungsdienstplan in seiner aktuellsten Fassung neue Regelungen zu den Hilfsfristen trifft. Das Land hatte hierzu mitgeteilt:

“Insbesondere muss das ersteintreffende Rettungsmittel zukünftig in 95 Prozent der Fälle innerhalb von zwölf Minuten am Notfallort eintreffen.“

Bernhard, so das “Tagblatt“, fordere deshalb, das Gutachten erneut auf den Prüfstand zu stellen. Die Zeit der heftigen Auseinandersetzungen um die Rettungshubschrauber in Baden-Württemberg ist also noch lange nicht vorbei.

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Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

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Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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