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Flotte der Zivilschutz-Hubschrauber war teilweise gegroundet [mit Update vom 21. Sept.]

17.09.2022

Bonn (NRW) ::  Viele der deutschen Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) müssen derzeit am Boden bleiben. Sieben Stationen sind von einer Vorsichtsmaßnahme betroffen, aufgrund derer die betroffenen EC 135 nicht abheben dürfen. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Es seien Schäden an einer Steuerstange eines Zivilschutzhubschraubers entdeckt worden, so die HNA. Entstanden seien diese, als ein Unternehmen die Funkanlagen optimiert habe, heißt es beim NDR. Wann der Flugbetrieb mit den regulären Maschinen wieder aufgenommen werden kann, ist nicht bekannt. Wo möglich, springt die Bundespolizei mit ihren blau lackierten Verbindungshubschraubern ein. Diese sind ebenfalls vom Typ EC 135 und können mit einem speziellen Rüstsatz für Zwecke der Luftrettung hergerichtet werden.

Die HNA schrieb weiter:

“Bei den betroffenen Luftrettungsstationen handelt es sich um Christoph 2 in Frankfurt/Main, Christoph 4 in Hannover, Christoph 7 in Kassel, Christoph 9 in Duisburg, Christoph 12 in Siblin, Christoph 13 in Bielefeld und Christoph 29 in Hamburg.“

Die Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes sind – etwas vereinfacht beschrieben – Rettungshubschrauber, die der Bund für den Krisenfall vorhält und den Ländern für den regulären Rettungsdienst zur Verfügung stellt. Die Verwaltung obliegt dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), den Flugbetrieb und die Wartung der Flotte stellt die Bundespolizei sicher.

Auf den Webseiten der Bundespolizei und des BBK war Stand 17.09.2022 keine Pressemitteilung zum Thema zu finden.

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Aktualisierung vom 21. September 2022

Die orangefarbenen ZSH kehren dieser Tage sukzessive an ihre Standorte zurück. Darüber berichten regionale Medien wie "Radio Westfalica" und das "Westfalen-Blatt" für den Bielefelder "Christoph 13" und die "HAZ" für den Hannoveraner "Christoph 4".

Unterdessen hat – am 19. September – das BBK doch noch eine Pressemitteilung zum Thema herausgegeben.

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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