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Feierlichkeiten in Würselen

10.09.2004

Aachen (NRW) ::  In Würselen bei Aachen haben am heutigen Freitag die Feierlichkeiten anlässlich des 30jährigen Bestehens der dortigen Rettungshubschrauber-Basis stattgefunden. Seit dem 15.08.1974 steht in Würselen bei Aachen ein Rettungshubschrauber (RTH). Bis 1998 stellte diesen die Luftwaffe bereit unter dem Rufnamen "SAR 72". Dann übernahm die ADAC Luftrettung GmbH als ziviler Betreiber die fliegerische Komponente des Standortes aufgrund des Rückzugs der Bundeswehr aus der Zivilluftrettung. Heute wurde laut Aachener Zeitung das Luftrettungszentrum besonders gewürdigt als eine Vorzeigestation des ADAC. Mit etwa 1.900 Einsätzen pro Jahr ist der Hubschrauber, der schon zu Bundeswehr-Zeiten sehr stark frequentiert war, einer der meistbeschäftigten Rettungshubschrauber Deutschlands. Der ADAC hat den Hubschrauber unter dem jetzigen Rufnamen "Christoph Europa 1" am Flugplatz Merzbrück stationiert. Die Piloten stellt ebenfalls die ADAC Luftrettung. Qualifizierte Notärzte stellt die Anästhesie des Medizinischen Zentrums Aachen täglich für den Hubschrauber bereit; die Rettungsassistenten kommen von verschiedenen Hilfsorganisationen.

In Bezug auf die notärztliche Besetzung von "Christoph Europa 1", darauf wurde heute verwiesen, wird es einige Herausforderungen zu meistern geben - so etwa die Umsetzung eines Urteils vom Europäischen Gerichtshof zum ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Betont wurde von den Rednern der Jubiläumsveranstaltung die Bedeutung der internationalen Arbeit des grenznah stationierten Hubschraubers, welcher auch in den Niederlanden und Belgien tätig wird. Seit 1998 zeugt davon auch der Bestandteil "Europa" im Rufnamen des Rettungsmittels.

Autor(en)
PPR

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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