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Rega setzt künftig in Genf eine der neuen fünfblättrigen H145 ein – und vergrößert hierfür den bestehenden Hangar

03.07.2022

Genf (CH) ::  Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega freut sich über die Vereinbarung, die [am 29.06.2022] vom Staatsrat des Kantons Genf unterzeichnet wurde. Diese Vereinbarung zwischen dem Kanton Genf, dem Universitätsspital Genf (HUG) und der Rega ist die Fortsetzung einer jahrzehntelangen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit zugunsten von Patientinnen und Patienten und wird die medizinische Versorgung aus der Luft der Bevölkerung weiter verbessern.

Die Rega wird in Genf einen neuen Helikopter vom Typ Airbus H145 mit fünf Rotorblättern stationieren

Die Rega wird in Genf einen neuen Helikopter vom Typ Airbus H145 mit fünf Rotorblättern stationieren

Foto: Rega

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Die Rega wird in Genf einen neuen Helikopter vom Typ Airbus H145 mit fünf Rotorblättern stationieren. Um den Helikopter dort stationieren zu können, muss die Rega den bestehenden Hangar zuerst vergrößern und modernisieren. Beim Umbau der Basis werden auch Schlafzimmer für die Crews gebaut. Somit kann die Crew künftig auch in der Nacht auf der Basis anwesend sein. Dadurch wird insbesondere die nächtliche Einsatzbereitschaft erhöht und die Crew kann auch in der Nacht innerhalb von wenigen Minuten in der Luft sein. Die Luftrettungsdienste der Rega werden dem Kanton Genf keine Kosten verursachen. Die Rega wird von ihren Gönnerinnen und Gönner finanziert, darunter zahlreiche Genferinnen und Genfer. Die Rega dankt an dieser Stelle der Genfer Bevölkerung für die Unterstützung.

Keine Veränderungen bei der Alarmierung

Die Vereinbarung regelt zudem die Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Genf (HUG), welche unter anderem das medizinische Personal der Basis stellen wird. Beim Aufgebot des Rettungshelikopters, der auf dem Genfer Flughafen stationiert ist, ändert sich durch das neue Abkommen nichts. Die kantonale Sanitätsnotrufzentrale 144 (CASU) entscheidet, ob ein Rettungsmittel eingesetzt werden muss. Wenn die CASU die Unterstützung eines Luftrettungsmittels benötigt, wird der Rettungshelikopter von der Einsatzzentrale der Rega aufgeboten und im Einsatz geführt.

Fortführung einer langjährigen Partnerschaft

Die Rega, das Universitätsspital Genf (HUG) und der Kanton Genf pflegen eine langjährige Partnerschaft zugunsten von Patientinnen und Patienten: Während die Basis dort bereits 1971 gegründet wurde, unterzeichneten die Parteien Mitte der 1980er-Jahre einen ersten Zusammenarbeitsvertrag. Seit 2003 fliegt die Genfer Crew mit einem zweimotorigen Rettungshubschrauber des Typs EC 135, Einsätze in der Region. Ob Unfall, Krankheit, Suchflug oder Wasserrettung: Das Einsatzspektrum der Basis Genf, die unter dem Funkrufzeichen «Rega 15» jährlich rund 400 Einsätze in der Region fliegt, ist breit. Die Crew arbeitet regelmäßig mit verschiedenen Einsatzpartnern zusammen – so etwa mit der Genfer Feuerwehr (SIS), der Alpinen Rettung Schweiz (ARS), dem französischen Service d‘aide médicale urgente (SAMU), der Société Internationale de Sauvetage du Léman und dem Sicherheitsdienst des Genfer Flughafens.

Das Einsatzspektrum der Basis Genf, die unter dem Funkrufzeichen “Rega 15“ jährlich rund 400 Einsätze in der Region fliegt, ist breit

Das Einsatzspektrum der Basis Genf, die unter dem Funkrufzeichen “Rega 15“ jährlich rund 400 Einsätze in der Region fliegt, ist breit

Foto: Rega

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Quelle(n):
Pressemitteilung “Rega investiert in die Luftrettung in Genf“ der Rega vom 29. Juni 2022

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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