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Besatzungen des ITH “Christoph Murnau“ üben Windenrettung am Walchensee

26.06.2022

Walchensee (BAY) ::  Am Freitag, dem 17.06.2022, fand im kleinen Ort Walchensee am gleichnamigen See im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ein besonderes Windentraining statt. Teams der ADAC Luftrettung gGmbH übten dort gemeinsam der Wasserwacht Walchensee das Retten von Beinahe-Ertrinkenden. Für das einwöchige Windentraining der Besatzungen des an der BG Klinik in Murnau stationierten Intensivtransporthubschraubers (ITH) „Christoph Murnau“ und die Abschlussübungen wurde eine Zusatzmaschine eingesetzt. Die H145 mit der Kennung “D-HYAO“ war als “Christoph 26“ beschriftet.

Zum Einsatz beim Windentraining kam eine baugleiche H145 aus dem Reservepool der ADAC Luftrettung

Zum Einsatz beim Windentraining kam eine baugleiche H145 aus dem Reservepool der ADAC Luftrettung

Foto: Michael Schaufler

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Nach Ankunft der Hubschrauber-Crew gab es am Freitag zunächst ein Briefing für alle Beteiligten, danach wurden die Opferdarsteller nach und nach zu Wasser gelassen. Der Hubschrauber flog die „Unglückstelle“ immer wieder neu an. insgesamt viermal wurde dieses Szenario geübt; anschließend gab es einen Pilotenwechsel, der neue Pilot musste dann ebenso viermal den vermeintlichen Notfallort anfliegen.

Jeweils viermal war das Einsatzszenario von den RTH-Teams des “Christoph Murnau“ zu bewältigen

Jeweils viermal war das Einsatzszenario von den RTH-Teams des “Christoph Murnau“ zu bewältigen

Foto: Michael Schaufler

Die Durchfahrtstraße und der Gehweg am Ufer des Walchensees wurden in dieser Zeit immer wieder kurzfristig gesperrt. Hierfür ursächlich waren der Abwind des Hubschraubers sowie herumwirbelnde Teile, da die „Opfer“ nach erfolgreicher Rettung am Ufer bzw. auf dem Gehweg abgesetzt wurden.

Nach Angaben der Wasserwacht gibt es die hier geübten Unglücksfälle glücklicherweise nur recht selten, allerdings sind es im Einsatzgebiet des „Christoph Murnau“ ca. 170 Einsätze/Jahr, die die Wasserrettung auf Seen zu verzeichnen hat. Gut zu wissen, dass man dann auch auf den Helikopter und seine Rettungswinde zurückgreifen kann.

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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