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H145 mit Rettungswinde für Christoph Dortmund

05.02.2022

Dortmund (NRW) ::  Christoph Dortmund hat die bisher genutzte EC 145 durch das neuere Baumuster H145 von Airbus Helicopters ersetzt. Das hat die DRF Luftrettung Ende Januar für den 01.02. angekündigt. In den Sightings auf rth.info wurde übereinstimmend vermeldet, dass seit dem Muster wechsel die H145 mit der Kennung “D-HDSP“ zum EInsatz kommt. Der Musterwechsel an sich wäre überregional nicht weiter bemerkenswert, tauscht doch die DRF ihre Flotte konsequent auf H135 und H145. Jedoch vermeldete die DRF Luftrettung noch weitere Neuigkeiten für Dortmund:

Neben dem Musterwechsel wird die DRF Luftrettung den Christoph Dortmund mit einer Rettungswinde ausstatten, um Patienten im unwegsamen Gelände und in schwierigen Einsatzsituationen schneller und schonend retten zu können.

Dies ist interessant, da Dortmund weder ein See- noch ein Gebirgsstandort ist, was die klassischen Einsatzgebiete einer Rettungswinde wären. Im Einzugsgebiet liegt jedoch das Hochsauerland (Luftlinie bis Winterberg sind z.B. knapp 75km) mit seinen bekannten Wintersportorten. Zudem gilt es zu beachten, dass für den Einsatz der Rettungswinde generell ein viel größerer Einsatzradius zugrunde gelegt wird als für die Primärrettung. Innerhalb von Nordrhein-Westfalen steht auch der SAR-Hubschrauber SAR 41 der Bundeswehr für Einsätze mit Rettungswinde zur Verfügung. Dortmund sei für die Rettungswinde als zentraler Mittelpunkt in Nordrhein-Westfalen ausgewählt worden, teilte die DRF Luftrettung mit. Die Installation der Rettungswinde werde m ersten Halbjahr 2022 erfolgen – also zu einem späteren Zeitpunkt. Großschadenereignisse wie die Flut im Ahrtal im Sommer 2021 zeigen Wirkung bezüglich der zusätzlichen Ausstattung mit Rettungswinden auch abseits von See und Hochgebirge.

Für Dortmund ist es der zweite Musterwechsel innerhalb von zwei Jahren: Erst seit dem 17.07.2020 war die EC 145 dort zum Einsatz gekommen, zuvor hatte die Station viele Jahre das Baumuster BK 117 in Betrieb.

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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