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Neuer Rettungshelikopter für den Arlberg

26.12.2021

Zürs (A) ::  Das Vorarlberger Unternehmen Wucher Helicopter hat eine neue Maschine für den Flugrettungsbetrieb in Dienst gestellt. Dabei ist das seit Jahren bewährte Grundmodell vom Typ H135 aus dem Hause Airbus Helicopters ident geblieben, wurde aber durch die modernere und leistungsstärkere Version “EC135 T3“ ersetzt. Mit an Bord ist unter anderem eine verbesserte Software (“Full Authority Digital Engine Control“). Mit einer Startmasse von 1.980 kg, einer Reichweite von über 600 Kilometern und einer Reisegeschwindigkeit von mehr als 250 km/h zeigt sich der Helikopter als Top-Allrounder und besticht mit über 160 PS mehr Leistung pro Triebwerk. Bei einem möglichen Betrieb von bis zu -45 Grad Celsius wird die Einsatzmaschine mit dem Rufnamen “Gallus 1“ auch definitiv nicht an ihre Kälte-Leistungsgrenze in der Arlbergregion gelangen.

Wucher Helicopter hat für die Anschaffung des Hubschraubers 3,6 Millionen Euro investiert. Gebaut wurde der Helikopter 2006 als EC135 T2+ und flog bereits in Großbritannien Rettungseinsätze. 2018 erfolgte das Upgrade zum EC135 T3. Die bis dato als “Gallus 1“ eingesetzte Maschine, ein EC135 T1, versieht ab sofort am Stützpunkt St. Anton/Arlberg ihren Dienst unter dem Rufnamen “Gallus 3“, saisonal im Winterbetrieb.

Der H135 zählt zu den meistverwendeten Rettungshelikoptern weltweit. Von insgesamt gut 1.400 gefertigten Exemplaren verrichten etwa 650 ihren Dienst für einen Flugrettungsbetreiber.

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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