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50 Jahre Luftrettung in Ulm: Virtueller Tag der offenen Tür am 6. November 2021

09.10.2021

Ulm (BWÜ) ::  Am 02. November 2021 feiert der in Ulm am Bundeswehrkrankenhaus stationierte Rettungshubschrauber Christoph 22 (ehemals SAR Ulm 75) sein 50 Jähriges Bestehen. Die offizielle Indienststellung durch die Bundeswehr vom SAR Ulm 75 erfolgte am 02. November 1971. Anfangs stand der Bundeswehrhubschrauber vom Typ BELL UH 1D in der Ulmer Wilhelmsburg-Kaserne, ab 1983 startete er dann vom neu gebauten Bundeswehrkrankenhaus am Eselsberg aus.

Der Ulmer Rettungshubschrauber Christoph 22 ist nach Christoph 1 aus München die zweit älteste Station in der Luftrettung in Deutschland. Am 01. April 2003 übernahm dann die ADAC Luftrettung den Betrieb mit einer MBB/Kawasaki BK 117, welcher Ende Mai 2018 durch den modernen Airbus Helicopters H 145 ersetzt wurde. Notärzte und HEMS-TC kommen nach wie vor aus der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Ulmer Bundeswehrkrankenhauses.

Seit der Indienststellung im Jahr 1971 ist Christoph 22 bereits über 50.000 Einsätze für Ulm und die Region geflogen. Mittlerweile gehören auch Blut und Gerinnungsfaktoren standartmäßig zur medizinischen Ausstattung an Bord des Rettungshubschraubers.

Corona bedingt muss leider der für Anfang November geplante Tag der offenen Tür online auf den heimischen Rechner verlegt werden. Aus diesem Grund, findet am Samstag den 06. November 2021 ein virtueller Tag der offenen Türe statt.

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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