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DGINA vergibt erstmals Hans-Werner-Feder-Preis

02.08.2021

Berlin (BLN) ::  Die Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) e. V. vergibt in diesem Sommer erstmals einen Stiftungspreis für besonders innovative Projekte und Ideen in der Notfallmedizin, die das Potential haben, die Arbeit in der Notfallmedizin in der Zukunft deutlich positiv zu verändern, und benennt ihn nach dem 86-jährigen Luftrettungspionier Hans-Werner Feder. Der Stiftungspreis wird im Rahmen der Jahrestagung vom 11.-13. November 2021 im Kongress-Palais in Kassel öffentlich verliehen.

Hans-Werner Feder im Gespräch mit dem Autor (die Aufnahme entstand im Mai 2018 am Flugplatz Wehrheim-Anspach)

Hans-Werner Feder im Gespräch mit dem Autor (die Aufnahme entstand im Mai 2018 am Flugplatz Wehrheim-Anspach)

Foto: Horst-Walter Schwager

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Ziel des Preises ist es, eine finanzielle Förderung zu gewähren und dem von ausgewiesenen Expertinnen und Experten ausgewählten Projekt Zugang zu Öffentlichkeit, Fachkreisen und Netzwerken zu ermöglichen.

Namensgeber des Preises ist der in Kassel lebende Arzt Hans-Werner Feder, der im Sommer 1967 als damals 32-Jähriger in Anspach das erste Pilotprojekt “Not-Arzt-Hubschrauber“ initiiert und gestartet hat (rth.info berichtete mehrfach). “Dieser einzigartigen Initiative eines jungen Arztes ist der Aufbau des weltweit einzigartigen Netzes an Rettungshubschraubern in Deutschland zu verdanken“, heißt es dazu auf der Website der DGINA.

Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird von der Firma notfallmedizinkurs.de gestiftet, die sich aus einer Gruppe engagierter Ärztinnen und Ärzte aus der DGINA heraus entwickelt hat. Die Modalitäten für die Nominierung und die Kriterien für die einzureichenden Projekte können der Website der DGINA entnommen werden (siehe 1. Weblink im Kontextbereich dieser News). Vorschläge für den diesjährigen Hans-Werner-Feder-Preis können bis zum 31.08.2021 über die Geschäftsstelle der DGINA (mailto: karen.jerusalem@dgina.de) eingereicht werden.

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Quelle(n):
Pressemitteilung “DGINA lobt erstmals Hans-Werner-Feder Preis aus“ der DGINA vom 7. Mai 2021

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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