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Verfrühtes Geburtstagsgeschenk: “Christoph 25“ wird 40 und bekommt neuen Dachlandeplatz

03.06.2021

Siegen (NRW) ::  Vor fast 40 Jahren, Anfang 1982, nahm am heutigen Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen “Christoph 25“ der ADAC Luftrettung seinen Dienst auf. Bis Anfang des Jahres hatte er sein Domizil unweit des Zentralgebäudes an einem Bodenlandeplatz. Doch die Zeiten, als aufgrund der besonderen Start- und Landesituation in Siegen sogar eine leistungsgesteigerte H135 zum Einsatz kommen musste, sind endgültig vorbei.

Ungewohnte Farbe: der neue Hangar auf dem Dach des Diakonie Klinikums Jung-Stilling im besten Abendlicht

Ungewohnte Farbe: der neue Hangar auf dem Dach des Diakonie Klinikums Jung-Stilling im besten Abendlicht

Foto: Jörn Fries

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Siegens neuestes Wahrzeichen: die Luftrettungsstation der ADAC Luftrettung auf dem Dach des Diakonie Klinikums Jung-Stilling

Siegens neuestes Wahrzeichen: die Luftrettungsstation der ADAC Luftrettung auf dem Dach des Diakonie Klinikums Jung-Stilling

Foto: Jörn Fries

Die H135 wurde kurz vor Weihnachten 2020 abgezogen und fliegt seither als “Christoph 18“ in Ochsenfurt, die über 30 Jahre alte Luftrettungsstation am Boden wurde Anfang 2021 aufgegeben, der erst vor wenigen Jahren zusätzlich eingerichtete Landeplatz nach einer kurzen Übergangsphase ebenfalls für den Luftverkehr geschlossen. Seit Februar 2021 landen “Christoph 25“ (jetzt wieder eine EC 135) sowie die Gastmaschinen auf dem neuen Dachlandedeck. In luftiger Höhe sind auch der neue, vom Diakonie Klinikum Jung-Stilling als Bauherrn errichtete Hangar, der Sozialtrakt sowie die Tankeinrichtung zu finden.

Im Mittelpunkt des Interesses: der Rettungshubschrauber “Christoph 25“ (hier bei einem Einsatz Ende Mai 2021)

Im Mittelpunkt des Interesses: der Rettungshubschrauber “Christoph 25“ (hier bei einem Einsatz Ende Mai 2021)

Foto: Jörn Fries

Eine offizielle Inbetriebnahme der neuen Station fand noch nicht statt. Auf Anfrage von rth.info teilte Stefan Nitz, Pressesprecher der Diakonie in Südwestfalen, am gestrigen Mittwoch (02.06.2021) aber mit, dass diese “vermutlich innerhalb der nächsten vier bis sechs Wochen“ erfolgen werde. Diverse Abstimmungsprozesse seien – man bedenke, dass wir uns weiterhin mitten in der dritten COVID-19-Welle befinden – noch nicht zum Abschluss gekommen. Dann werden sicherlich auch interessante Daten und Fakten zur neuen Luftrettungsstation Siegen der ADAC Luftrettung präsentiert.

Mit einer kleinen Bildergalerie will rth.info sich von der alten Bodenstation verabschieden und unter der Leserschaft Vorfreude auf das 40-jährige Jubiläum im kommenden Jahr schüren.

Verwaist: die alte ADAC-Luftrettungsstation am Boden (Aufnahme aus dem Mai 2021)

Verwaist: die alte ADAC-Luftrettungsstation am Boden (Aufnahme aus dem Mai 2021)

Foto: Jörn Fries

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Autoren

Wir danken für Unterstützung:
Stefan Nitz, Pressesprecher der Diakonie in Südwestfalen gGmbH

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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