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Rettungsdienst aus der Luft multimedial erleben – ADAC Luftrettung lädt zum virtuellen Tag der offenen Tür

26.05.2021

Sande OT Sanderbusch/Mariensiel (NDS) :: 

Station in Sanderbusch empfängt Besucher am 29. Mai 2021 online | Frage-und-Antwort-Runde auf dem Instagram-Profil der fliegenden Gelben Engel

Wer den fliegenden Gelben Engeln bei ihrer anspruchsvollen Arbeit über die Schulter schauen möchte, hat am Samstag, 29. Mai 2021, Gelegenheit dazu. Die von der gemeinnützigen ADAC Luftrettung betriebene Luftrettungsstation Sanderbusch veranstaltet einen virtuellen Tag der offenen Tür. Auf der Internetseite luftrettung.adac.de gewinnen die Besucher Einblicke in den Einsatzalltag der Crew, lernen die Rettungskräfte und den Rettungshubschrauber „Christoph 26“ kennen. Eine Fragerunde auf dem Instagram-Profil der ADAC Luftrettung gGmbH rundet das Programm ab.

Die ADAC-Luftrettungsstation “Christoph 26“ empfängt Besucher am 29. Mai 2021 online (hier Aufnahmen vom diesjährigen Windentraining an der Nordseeküste)

Die ADAC-Luftrettungsstation “Christoph 26“ empfängt Besucher am 29. Mai 2021 online (hier Aufnahmen vom diesjährigen Windentraining an der Nordseeküste)

Foto: ADAC Luftrettung

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Stationsleiter und Pilot Dirk Hessenius betont: „Wir würden unsere Gäste gern persönlich zum Tag der offenen Tür begrüßen. Doch in Pandemiezeiten steht der Schutz der Gesundheit über allem. Deshalb haben wir unser Konzept neu ausgerichtet und freuen uns auf die virtuelle Veranstaltung. An dieser kann man sicher und ganz ohne Anreise teilnehmen!“

Die filmischen Einblicke in das Stationsleben von „Christoph 26“ auf der Internetseite luftrettung.adac.de/virtuellertagsande gibt es auch auf Youtube und den Social-Media-Kanälen. Sie zeigen, wie sehr Luftrettung Teamarbeit ist. In Interviews werden die Akteure vorgestellt, die täglich ihr Bestes geben, um Menschen in Not zu helfen: Pilot Johannes Faulstich, Co-Pilot und Windenoperator Thorge Siess, Leitender Notarzt Dr. Henning Fründt und der Leitende Notfallsanitäter Jann Wichmann.

Ein weiteres Video dreht sich um den Einsatzalltag. Im Cockpit des Rettungshubschraubers geht es zu Notfallorten, wo die Rettungskräfte Verunglückte versorgen und transportieren. Ein anderes Video hat die Nachtsichtgeräte (Night-Vision-Imaging-Systemen/NVIS) zum Thema, die die speziell dafür ausgebildeten Einsatzkräfte in der Dämmerung oder Dunkelheit einsetzen. Damit ist Sanderbusch die einzige Station mit 24-Stunden-Bereitschaft in der Region. Das regelmäßige Training mit der Rettungswinde beleuchtet ein weiterer Film. Mit dieser bergen die fliegenden Gelben Engel in Not Geratene auch dort, wo ein Rettungswagen nicht hinkommt – etwa aus Wasser, Watt oder Wald. Je ein weiteres Video porträtiert den hochmodernen Rettungshubschrauber „Christoph 26“ und die Ausbildung von Co-Piloten in Sanderbusch.

Wer Fragen zu „Christoph 26“, der Arbeit der Einsatzkräfte oder zu ihrer Ausstattung hat, kann diese in den Tagen vor dem Event auf dem Instagram-Kanal der ADAC Luftrettung posten. Die Antworten werden dann am Samstag, 29. Mai 2021, auf demselben Profil veröffentlicht.

Die ADAC Luftrettung betreibt die Station am Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch in der friesischen Gemeinde Sande seit dem Jahr 1983. Sie zählt zu den langjährigsten Luftrettungsstationen im flächendeckenden Netz mit 37 Standorten. Binnen der rund vier Jahrzehnte haben die fliegenden Gelben Engel dort schon rund 50.000 Einsätze übernommen, 1.269 davon im Jahr 2020. „Christoph 26“ fliegt bei mindestens jedem dritten Einsatz eine der Ostfriesischen Inseln an. Schwerpunktmäßig übernimmt er dort Sekundärflüge, worunter man etwa Verlegungsflüge von Patienten zwischen zwei Kliniken versteht.

Inzwischen historische Luftaufnahme: Seit Mitte Mai 2021 fliegen die Gelben Engel von Mariensiel zu ihren Einsätzen; die Station am Nordwest-Krankenhaus ist verwaist

Inzwischen historische Luftaufnahme: Seit Mitte Mai 2021 fliegen die Gelben Engel von Mariensiel zu ihren Einsätzen; die Station am Nordwest-Krankenhaus ist verwaist

Foto: ADAC Luftrettung

Um weiterhin und langfristig höchste Versorgungsqualität sicherzustellen, wird der Standort am Nordwest-Krankenhaus umfassend modernisiert. „Christoph 26“ und die Crews bezogen Anfang Mai 2021 ein Interimsquartier auf dem JadeWeserAIRPORT am Rand von Wilhelmshaven. Bis zum geplanten Abschluss des Umbaus im Sommer 2022 läuft der Rettungsbetrieb von dort aus nahtlos weiter [Anm. d. Red.: rth.info berichtete kürzlich].

Die Stationsbesatzung setzt sich zusammen aus insgesamt 20 Notärzten, sieben Piloten, drei Co-Piloten, zehn speziell ausgebildeten Notfallsanitätern (Fachbezeichnung TC HEMS – Technical Crew Member Helicopter Emergency Medical Services) und drei weiteren Notfallsanitätern mit Zusatzqualifikation für die Bedienung der Rettungswinde (TC HHO – Technical Crew Member Helicopter Hoist Operator).

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Quelle(n):
Pressemitteilung “Rettungsdienst aus der Luft multimedial erleben“ der ADAC Luftrettung vom 26. Mai 2021

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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