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Petition für Verbleib von “Christoph 45“ in Friedrichshafen

07.01.2021

Friedrichshafen (BWÜ) ::  Unter dem Eindruck der vom Land Baden-Württemberg geplanten Verlegung des Rettungshubschraubers “Christoph 45“ weg vom Klinikum Friedrichshafen hat Prof. Dr. Volker Wenzel vom Medizin Campus Bodensee (MCB) eine Petition für den Verbleib des Rettungshubschraubers an seinem aktuellen Standort initiiert (siehe Weblink). Wenzel ist Chefarzt beim Klinikverbund MCB. Im Petitionstext führt Wenzel aus, dass in dem Gutachten für die Strukturreform der Luftrettung im “Ländle“ wichtige Faktoren außenvorgelassen worden seien (beispielsweise die Notwendigkeit besonders schneller Eintreffzeiten bei Einsätzen am Bodensee zugungsten der Rettung Ertrinkender), während bei der Berücksichtigung anderer Faktoren methodische Fehler gemacht worden seien (bspw. bei der Erhebung der Wetterdaten in Bezug auf die Ausfallzeiten des “Christoph 45“).

Über den Start der Petition berichtet heute auch “schwaebische.de“ (die Schwäbische Zeitung online). Dieser Zeitung hatte Wenzel am 26.12.2020 auch bereits seine Sichtweise dargelegt. Siehe dazu der 2. und 3. Weblink dieses Artikels.

rth.info hat von verschiedenen Seiten von der Petition erfahren. Mit unserer Berichterstattung empfehlen wir weder das Unterzeichnen, noch raten wir davon ab, sondern wir wollen auf die weiter anhaltende öffentliche Diskussion zu dem Thema aufmerksam machen.

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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