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Neuer Notarzthubschrauber für Niederösterreich

17.05.2020

Bad Vöslau (A) ::  Bereits seit dem 27. April ist mit „Martin 5“ ein weiterer Notarzthubschrauber (NAH) in Niederösterreich stationiert. Betrieben wird dieser durch die Martin Flugrettung, Tochtergruppe der Firma „Heli Austria“. Somit ist neben dem bisherigen Platzhirschen, der ÖAMTC Flugrettung, erstmals ein weiterer Anbieter für einen Notarzthubschrauber in Niederösterreich beauftragt. Insgesamt stellen nun fünf NAH die medizinische Versorgung aus der Luft für Niederösterreich sicher, Intensivtransporthubschrauber „Christophorus 33“ mit einbezogen. Zu den Einsätzen wird vom Flugplatz Bad Vöslau aus gestartet, als Hubschraubermuster dient eine H135, aktuell die „OE-XFF“. Womöglich werde einer Pressemeldung zufolge aber auch eine MD 902 oder H145 zum Einsatz kommen.

Das Versorgungsgebiet umfasst vor allem das südliche Niederösterreich sowie Teile des Burgenlandes, je nach Verfügbarkeit der weiteren Hubschrauber aber auch andere Regionen Niederösterreichs oder auch Wien.

Derzeit steht der neue NAH in jedem Monat des Jahres zur Verfügung, jedoch nur tagsüber. Laut Betreiber soll die Bereitschaft ab Ende September auf rund um die Uhr ausgeweitet werden.

Seinen ersten Einsatz absolvierte die Besatzung erst kurz vor Schichtende, um bei Dämmerung einen Herzpatienten zu versorgen und ins Krankenhaus zu transportieren. In der ersten Woche sei Martin 5 zu zwölf Aufträgen gestartet, was rechnerisch eine tägliche Einsatzfrequenz von 1,7 bedeutet. Nach Etablierung des neuen Luftrettungsmittels wird diese Zahl erfahrungsgemäß jedoch noch weiter steigen.

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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