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Niebüll: H145 ersetzt BK 117 als “Christoph Europa 5“

11.05.2020

Niebüll (SH) ::  Seit Freitag (08.05.2020) setzt die DRF Luftrettung an ihrer Station in Niebüll anstelle der langjährigen BK 117 eine hochmoderne H145 als Dual-Use-Hubschrauber “Christoph Europa 5“ ein. Sightings aus unserer Leserschaft belegen den Maschinenwechsel – am gestrigen Sonntag (10.05.2020) berichtete auch das Onlinemagazin “Foerde.news“ hierüber und zeigte erste Bilder der H145 mit dem Kenner “D-HDSY“. Die DRF Luftrettung hat den Maschinenwechsel bereits offiziell bestätigt, aber noch keine Pressemeldung hierzu veröffentlicht (siehe Weblinks im Kontextbereich dieser News).

Seit dem 8. Mai 2020 fliegt in Niebüll eine hochmoderne H145 als Dual-Use-Hubschrauber “Christoph Europa 5“

Seit dem 8. Mai 2020 fliegt in Niebüll eine hochmoderne H145 als Dual-Use-Hubschrauber “Christoph Europa 5“

Foto: Ole Meisen

Die D-HDSY war erst kürzlich von Airbus an die DRF Luftrettung ausgeliefert worden und wurde zunächst von ihrem Operation-Center am Baden-Airpark aus als Intensivtransporthubschrauber (ITH) “Civil Air Ambulance“ bzw. “Christoph 111“ eingesetzt. In Niebüll kam seit Gründung der Station am 1. April 2005 als Einsatzmaschine ein Hubschrauber vom Typ BK 117 zum Einsatz, zuletzt die “D-HECE“. Mit den nun vollzogenen Maschinenwechseln in Niebüll und Greifswald (rth.info berichtete kürzlich) sowie dem anstehenden Tausch in Rendsburg setzt die DRF Luftrettung ihre Flottenmodernisierung konsequent fort.

Im August 2015 war “Christoph Europa 5“ – seinerzeit noch die BK 117 – auf der Nordsee-Insel Sylt im Einsatz

Im August 2015 war “Christoph Europa 5“ – seinerzeit noch die BK 117 – auf der Nordsee-Insel Sylt im Einsatz

Foto: Jörn Fries

Autor(en)
Jörn Fries

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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