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Luftrettung in Hessen: Stabile Einsatzzahlen – Regierungspräsidium Gießen legt Einsatzbilanz für 2019 vor

18.03.2020

Gießen (HES) ::  „Die Einsatzzahlen der vier hessischen Luftrettungszentren sind weiterhin stabil“, erklärt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich anlässlich der Vorlage des Jahresberichts. Insgesamt wurden die Hubschrauber der Luftrettung in Frankfurt, Fulda, Gießen und Kassel in 5.344 Einsätzen alarmiert. Das RP Gießen ist als Mittelbehörde hessenweit für die Durchführung der Luftrettung zuständig.

Insgesamt wurden die Hubschrauber der Luftrettung in Frankfurt, Fulda, Gießen und Kassel 2019 zu 5.344 Einsätzen alarmiert (hier zu sehen der ITH “Christoph Mittelhessen“ der JLR)

Insgesamt wurden die Hubschrauber der Luftrettung in Frankfurt, Fulda, Gießen und Kassel 2019 zu 5.344 Einsätzen alarmiert (hier zu sehen der ITH “Christoph Mittelhessen“ der JLR)

Foto: Jörn Fries

Im Vorjahr waren es noch 5.426 Einsätze. Dieser leichte Rückgang könne jedoch aufgrund der üblichen Schwankungen beziehungsweise aufgrund von Witterungseinflüssen bedingt sein, heißt es in dem Bericht. „Weitere Abweichungen ergeben sich bei der Zahl der Patienten“, wie die zuständige Abteilungsleiterin Claudia Coburger-Becker berichtet. Hier sei ein Rückgang von rund sechs Prozent zu verzeichnen. Wurden im Jahr 2018 noch 5.019 Patienten durch die hessische Luftrettung versorgt, waren es 2019 nur 4.722. Bei den Patienten stand, wie in der Vergangenheit, medizinisch die Trauma-Versorgung deutlich im Vordergrund, gefolgt von Herz/Kreislauf-Beschwerden sowie Krankheiten mit neurologischer Ursache.

Auch zu den Standorten gibt es einen neuen Zwischenstand: Die derzeit laufende Sanierung des Dachlandeplatzes in Frankfurt wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen sein. Dann kann Christoph 2 wieder von seinem Interimsstandort in Friedrichsdorf (Burgholzhausen) an seinen ursprünglichen Standort an die Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik zurückverlegt werden.

Positive Entwicklungen gibt es vor allem hinsichtlich des eingesetzten Personals. In absoluten Zahlen sei dieses leicht rückläufig, was allerdings mit Blick auf die notwendige Einsatzerfahrung und die Qualitätssicherung zu begrüßen ist. Im Jahr 2019 waren 41 Piloten und 119 Notärzte im Einsatz. Gestiegen ist die Zahl des nichtärztlichen Rettungsfachpersonals. Diese wuchs von 54 auf 62 Einsatzkräfte. Dazu sagt Abteilungsleiterin Coburger-Becker: „Ab dem Jahr 2025 dürfen in der Luftrettung nur noch Notfallsanitäter eingesetzt werden. Der Anstieg der höherwertigen Qualifikation von 59 auf 66 Prozent innerhalb eines Jahres ist sicher erwähnenswert.“

Insgesamt sei die Luftrettung für eine bestmögliche medizinische Notfallversorgung der Bevölkerung nicht mehr wegzudenken, wie Regierungspräsident Dr. Ullrich betont: „Unsere Retter aus der Luft sind vor allem auch für die ländlichen Gebiete nicht mehr wegzudenken. Wir sind stolz auf die mitwirkenden Menschen und ihre geleistete Arbeit.“

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Pressemitteilung “Luftrettung: Stabile Einsatzzahlen“ des Regierungspräsidiums Gießen vom 13.03.2020

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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