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ADAC Luftrettung zieht sich zum Jahresende aus Groningen zurück

12.12.2019

Groningen (NL) ::  Zum 31.12.2019 endet das Engagement der ADAC Luftrettung in Groningen/Eelde. Ab dem 01.01.2020 übernimmt der ANWB bzw. dessen Tochter MAA den Betrieb des seit dem Jahr 2003 am Standort Groningen Airport in Eelde (EHGG) stationierten Traumahelikopters/Rettungshubschraubers “Lifeliner Europa 4“ und wird dort eine moderne H135 einsetzen. Die ADAC Luftrettung betreibt den in der niederländischen Provinz Friesland gelegenen Standort seit 2003. Die gemeinnützige ADAC Luftrettung hatte die Gesamtverantwortung für die Durchführung der Luftrettung in Groningen, wobei sie sich für Einzelleistungen über Subunternehmer bediente.

Die ADAC Luftrettung betrieb von 2003 bis 2019 den Traumahelikopter “Lifeliner Europa 4“ (hier zu sehen im August 2018 bei der Landung am Groningen Airport in Eelde)

Die ADAC Luftrettung betrieb von 2003 bis 2019 den Traumahelikopter “Lifeliner Europa 4“ (hier zu sehen im August 2018 bei der Landung am Groningen Airport in Eelde)

Foto: Jörn Fries

Zum Einsatz kam bis zuletzt eine EC 135, die neben dem ADAC-Logo auch jenes des niederländischen Partners ANWB trug (Archivaufnahme aus dem August 2018)

Zum Einsatz kam bis zuletzt eine EC 135, die neben dem ADAC-Logo auch jenes des niederländischen Partners ANWB trug (Archivaufnahme aus dem August 2018)

Foto: Jörn Fries

Die ADAC Luftrettung hatte sich damals an der Ausschreibung beteiligt, weil er, so Sprecher Jochen Oesterle gegenüber rth.info, den grenzüberschreitenden Rettungsdienst fördern wollte, wie es der ADAC zur selben Zeit in Aachen/Merzbrück (“Christoph Europa 1“), Rheine (“Christoph Europa 2“) und Suben (“Christophorus Europa 3“ – im halbjährlichen Wechsel mit der ÖAMTC Flugrettung) bereits getan hatte. Der Vertrag mit dem Universitätsklinikum Groningen (UMCG), das die Hubschrauberärzte stellt, endet nun zum 31.12.2019. An der neuen Ausschreibung, die alle vier Luftrettungsstationen in den Niederlanden umfasste, hat sich die gemeinnützige ADAC Luftrettung nicht mehr beteiligt. Der ADAC erwartet durch den Rückzug aus den Niederlanden keine Änderungen bezüglich der grenzüberschreitenden Einsätze des “Lifeliner Europa 4“ nach Deutschland, insbesondere zu den ostfriesischen Inseln.

Grenzüberschreitende Luftrettung: Im Mai 2013 kam “Lifeliner Europa 4“ auf der zu Deutschland gehörenden ostfriesischen Insel Langeoog zum Einsatz

Grenzüberschreitende Luftrettung: Im Mai 2013 kam “Lifeliner Europa 4“ auf der zu Deutschland gehörenden ostfriesischen Insel Langeoog zum Einsatz

Foto: Jörn Fries

Autor(en)
Jörn Fries

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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