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ARA Flugrettung startet in Kärnten Projekt “Nachtflug“ – Notarztheli künftig täglich 16 Stunden im Einsatz

13.11.2019

Klagenfurt/Fresach (A) ::  Die ARA Flugrettung erweitert ihre Dienstzeiten. Künftig Flugbetrieb fast bis Mitternacht. In den nächsten Wochen werden im Großraum Fresach vermehrt Nachteinsätze trainiert.

Nach der erfolgreichen Einführung des H145-Hubschraubers an den Stationen Fresach (Kärnten) und Reutte (Tirol) im Jahr 2018 setzt die ARA Flugrettung nun auch in Kärnten zum nächsten Entwicklungsschritt an. Mit dem Projekt „Nachtflug“ erweitert die ARA ihre Einsatzzeiten deutlich und wird fortan bis tief in die Nacht eine perfekte notfallmedizinische Luftrettung bereitstellen.„Der Bedarf nach einer raschen und professionellen notärztlichen Versorgung hat in den letzten Jahren speziell in den ländlichen Regionen deutlich zugenommen. Mit der Erweiterung unserer Dienstzeiten von bisher durchschnittlich zwölf auf nunmehr täglich 16 Stunden wird es für uns fortan möglich sein, bis fast Mitternacht erkrankten oder verunfallten Menschen Hilfe zu leisten“, erläutert ARA-Geschäftsführer Thomas Jank.

Die  hochmodernen  Nachtsichtbrillen  ermöglichen  den ARA-Piloten künftig auch bei Nacht, Rettungseinsätze zu fliegen – in den nächsten Wochen wird im Großraum Fresach dafür intensiv trainiert

Die hochmodernen Nachtsichtbrillen ermöglichen den ARA-Piloten künftig auch bei Nacht, Rettungseinsätze zu fliegen – in den nächsten Wochen wird im Großraum Fresach dafür intensiv trainiert

Foto: ARA Flugrettung

Der nächtliche Flugbetrieb stellt für die ARA-Crew eine große Herausforderung dar. Eine Herausforderung, auf die sich die Alpin-Spezialisten des gemeinnützigen rot-weiß-roten Flugrettungsunternehmens in den nächsten Wochen und Monaten akribisch und hochkonzentriert vorbereiten. Vor allem der Umgang mit den für die nächtlichen Rettungseinsätze notwendigen Nachtsichtbrillen muss intensiv geübt werden. „Theorieschulung, Simulatoreinsätze, Trainingsflüge. Die Vorbereitungen auf dieses neue Kapitel in der ARA-Geschichte laufen bereits auf Hochtouren“, verrät ARA-Flugbetriebsleiter Werner Schaffer. Er ersucht die Bevölkerung im Umkreis der ARA-Station in Fresach bereits jetzt um Verständnis für vermehrte abendliche Flugbewegungen während der nächsten Wochen: „Das Schicksal schläft nicht. Um auch in der Nacht Menschenleben retten zu können, müssen wir natürlich ausreichend Trainingsflüge in der Dunkelheit absolvieren. Wir hoffen sehr, dass die Bevölkerung in Oberkärnten für die eine oder andere etwas lärmintensivere Minute im Lichte dieser wichtigen Mission Verständnis aufbringt.“

Das Schicksal schläft nicht: Ab Dezember wird die ARA Flugrettung auch in Kärnten bei Dunkelheit bei medizinischen Notfällen rasch zur Stelle sein

Das Schicksal schläft nicht: Ab Dezember wird die ARA Flugrettung auch in Kärnten bei Dunkelheit bei medizinischen Notfällen rasch zur Stelle sein

Foto: ARA Flugrettung

Autor(en)
Originaltext Pressemitteilung der ARA Flugrettung
Quelle(n):
Pressemitteilung “ARA startet Projekt ‘Nachtflug‘“ der ARA Flugrettung vom 12. November 2019

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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