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ÖAMTC-Flugrettung: Ultraschall an Bord

29.10.2019

Wien (A) :: 

Innovative Neuerung liefert schnelle Antworten und erhöht Überlebenschancen

Gerade in der Notfallmedizin können Minuten über Leben und Tod entscheiden. Damit die Notärzte der ÖAMTC-Flugrettung schnell und zuverlässig eine richtige Diagnose stellen können, benötigen sie neben Erfahrung auch die perfekte Ausrüstung. “Unser Bestreben ist es, Patienten eine Versorgung nach den höchsten medizinischen Standards zukommen zu lassen“, stellt Wolfgang Voelckel, ärztlicher Leiter der ÖAMTC-Flugrettung, fest. “Aus diesem Grund haben wir nun die medizinische Ausrüstung unserer Notarzthubschrauber um mobile Ultraschallgeräte erweitert.“ Die Ultraschalltechnologie ermöglicht den Rettungsteams unter anderem das Erkennen von lebensbedrohlichen Verletzungen wie Blutungen in Brust- und Bauchraum. “So gewinnen unsere Crews wertvolle Zeit, die lebensrettend sein kann“, ergänzt Voelckel.

ÖAMTC-Flugrettung: Ultraschall an Bord – Innovative Neuerung liefert schnelle Antworten und erhöht Überlebenschancen

ÖAMTC-Flugrettung: Ultraschall an Bord – Innovative Neuerung liefert schnelle Antworten und erhöht Überlebenschancen

Foto: Jörg Schnell/ÖAMTC-Flugrettung

Die robusten Ultraschall-Geräte liefern den ÖAMTC-Notärzten aber nicht nur Informationen zu inneren Verletzungen. Darüber hinaus können auch die Funktion von Herzklappen und Herzmuskel analysiert, Blutflüsse in Arterien und Venen beurteilt, sowie operative Eingriffe unterstützt werden. “Durch die Sonografie können wir bereits am Notfallort notwendige erste Behandlungsschritte einleiten“, erläutert Voelckel. “Sie unterstützt uns auch bei der Entscheidungsfindung, welche Klinik am besten für den Patienten geeignet ist.“ Zudem ist das Gerät so klein und handlich, dass Notfallpatienten auch an schwer zugänglichen Orten ohne zeitliche Verzögerung untersucht werden können.

Österreichweite Schulungen

Da durch mobile Ultraschallgeräte die Überlebenschancen vieler Patienten deutlich erhöhen werden, hat die ÖAMTC-Flugrettung alle ihre Notarzthubschrauber mit diesem technologischen Meilenstein ausgerüstet. “Für viele unserer Notärzte war der Einsatz von Ultraschall allerdings Neuland“, erläutert der leitende Notarzt der ÖAMTC-Flugrettung. “In österreichweiten Schulungen haben wir sie daher mit den theoretischen Grundlagen der Sonografie vertraut und mit praktischen Diagnoseübungen unter realitätsnahen Bedingungen fit für den Einsatz gemacht.“

Autor(en)
Originaltext Pressemitteilung der ÖAMTC-Flugrettung
Quelle(n):
Pressemitteilung “ÖAMTC-Flugrettung: Ultraschall an Bord – Innovative Neuerung liefert schnelle Antworten und erhöht Überlebenschancen“ der ÖAMTC-Flugrettung

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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