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Neue Einsatzmaschine Typ H155 der Johanniter Luftrettung seit 10. Oktober auch in Gießen im Einsatz

15.10.2019

Gießen (HES) ::  Bereits seit 17.09.2019 wird von der Johanniter Luftrettung (JLR) der modernste Hubschrauber seiner Gewichtsklasse für Intensiv- und Rettungstransporte in Deutschland [...] eingesetzt. Somit ist der Intensivtransporthubschrauber (ITH) vom Typ H155 [rth.info: wird auch als EC 155 B1 bezeichnet] der erste seiner Art im öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst, so dass die immer höheren Anforderungen im Intensivtransport erfüllt werden können. Der Hubschrauber verfügt über einen Innen- bzw. Patientenraum von 9,2 m³. Er ist dadurch größer als alle derzeit eingesetzten Hubschrauber und setzt neue Maßstäbe für eine optimale Patientenversorgung.

Fliegt bereits seit 17. September 2019 von Reichelsheim aus zu oftmals lebensrettenden Einsätzen: die EC 155 B1 der Johanniter Luftrettung mit dem Kenner D-HFLG

Fliegt bereits seit 17. September 2019 von Reichelsheim aus zu oftmals lebensrettenden Einsätzen: die EC 155 B1 der Johanniter Luftrettung mit dem Kenner D-HFLG

Foto: Ole Meisen

Der Airbus-Helikopter H155 aus der „Dauphin-Familie“ ist ein Mehrzweckhubschrauber der deutsch-französischen Unternehmensgruppe Airbus Helicopters. Der Hubschrauber ist eine Weiterentwicklung der AS 365. Besonderes Merkmal der H155 ist die Höchstgeschwindigkeit von 324 km/h. Das Fluggerät wird von der Polizei und auch zum Passagiertransport auf Öl-/Gasplattformen verwendet. Es ist mit zwei Turbinen ausgestattet. Anstelle eines konventionellen Heckrotors wird ein Fenestron verwendet. Diese französische Entwicklung arbeitet wie ein üblicher Heckrotor zum Drehmomentausgleich, ist jedoch durch die in den Heckausleger integrierte Bauweise leiser und sicherer im Betrieb.

Freier Blick auf den Patienten und die Medizingeräte: für längere Transporte durchaus von Vorteil

Freier Blick auf den Patienten und die Medizingeräte: für längere Transporte durchaus von Vorteil

Foto: Johanniter Luftrettung

Dieser Hubschrauber ist eine fliegende Intensivstation. Sein Alleinstellungsmerkmal ist der Transport von adipösen (übergewichtigen) Patienten mit einem Körpergewicht bis zu 400 kg. Ebenso können mit ihm ECMO- (Herz-Lungen-Maschine) oder Inkubatortransporte sowie Verlegungen von Patienten mit Infektionskrankheiten im IsoArk (Infektionsschutzsystem) mit zusätzlichem medizinischen Begleitpersonal durchgeführt werden.

Natürlich kann dieser ITH für die Primärrettung im dualen System eingesetzt werden.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
Originaltext Pressemitteilung der Johanniter Luftrettung
Wir danken für Unterstützung:
Marc Göbel von der Johanniter Luftrettung für das Übersenden der Pressemitteilung im Nachgang der nur für die Lokalpresse vorgesehenen Veranstaltung
Quelle(n):
Pressemitteilung “Neue Einsatzmaschine Typ H155 der Johanniter Luftrettung ab Donnerstag in Gießen“ der Johanniter Luftrettung vom 10. Oktober 2019

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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