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EC 155 B1 der Johanniter Luftrettung seit heute im Einsatzdienst

17.09.2019

Reichelsheim/Wetterau (HES) ::  Die Johanniter Luftrettung setzte am heutigen Dienstag (17.09.2019) erstmals ihre neue EC 155 B1 als Intensivtransporthubschrauber (ITH) “Christoph Mittelhessen“ ein. Die der Leserschaft von rth.info bereits durch mehrere News bekannte Maschine mit dem Kenner D-HFLG ist somit die erste EC 155 B1, die im öffentlich-rechtlichen (Luft-) Rettungsdienst eingesetzt wird. Mit einem Patientenraumvolumen von 9,2 m³ gilt sie als der derzeit größte im Intensivtranport/Interhospitaltransfer eingesetzte Hubschrauber in Deutschland. Sie eignet sich aber auch für Primäreinsätze.

Die zweimotorige Maschine, eine deutsch-französische Weiterentwicklung der AS 365 N2/N3 “Dauphin“, hat eine Höchstgeschwindigkeit von 327 km/h und ist in Deutschland vor allem als Polizeihubschrauber bekannt. Auch das inzwischen zur DRF Luftrettung gehörende Unternehmen Northern Helicopter (NHC) aus Emden setzt die EC 155 ein – und zwar als Offshore-Rettungshubschrauber an seinen Standorten St. Peter Ording (“Northern Rescue 01“), Güttin (“Northern Rescue 02“) und Emden (Back-up-Maschine). Die Johanniter Luftrettung wird die EC 155 B1 zunächst an ihrem Doppelstandort Reichelsheim (Wetterau)/Gießen im Tag- und Nachtbetrieb einsetzen. Wie aus zuverlässlicher Quelle zu erfahren war, soll bereits eine weitere EC 155 B1 im Zulauf sein. Es ist zu vermuten, dass diese sukzessiv zunächst ältere N2 ersetzen, später dann auch die ersten N3.

Autor(en)
Jörn Fries

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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