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35 Jahre Hilfe aus der Luft – „Christoph 28“ in Fulda feiert Jubiläum

03.04.2019

Fulda (HES) ::  Die ADAC Luftrettung blickt am Standort Fulda auf 35 erfolgreiche Jahre zurück. Dank des Engagements des früheren ärztlichen Direktors des Klinikums Fulda Professor Dr. Reiner Dölp und des damaligen Geschäftsführers der ADAC Luftrettung Gerhard Kugler konnte am 3. April 1984 der am Klinikum Fulda stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 28“ das erste Mal abheben. Seitdem starteten die Gelben Engel der Lüfte von Fulda aus zu rund 37.000 Einsätzen.

Die Aufnahme vom 17. Januar 2014 zeigt die neue EC 135 P2e mit dem BOS-Kenner “D-HXAB“ als “Christoph 28“ an der Fuldaer Luftrettungsstation

Die Aufnahme vom 17. Januar 2014 zeigt die neue EC 135 P2e mit dem BOS-Kenner “D-HXAB“ als “Christoph 28“ an der Fuldaer Luftrettungsstation

Foto: Klaus Mader/ADAC Luftrettung

Von 7 Uhr bis Sonnenuntergang fliegt „Christoph 28“ zu Verletzten und Hilfebedürftigen in einem Radius von 70 Kilometern. Maximal 21 Minuten dauert es von der Luftrettungsstation am Klinikum Fulda zum weitest gelegenen Zielort. Die Rettungscrew des Hubschraubers besteht aus einem anästhesiologischen Notarzt des Klinikums, einem Notfallsanitäter (TC HEMS) des DRK KV Fulda und einem Piloten der ADAC Luftrettung. Im vergangenen Jahr versorgte „Christoph 28“ 1.239 Patienten. Matthias Feltz, Vorsitzender des ADAC Hessen-Thüringen und Stiftungsratsvorsitzender der ADAC Stiftung, betont: „Wir freuen uns sehr, dass ‘Christoph 28‘, der Rettungshubschrauber der gemeinnützigen ADAC Luftrettung, seit 35 Jahren am Standort Fulda zu Hause ist. Die ADAC-Luftrettungsstation stellt eine deutliche Entlastung des bodengebundenen Rettungsdienstes dar, und dank der schnellen Hilfe aus der Luft kann die ADAC Luftrettung gGmbH dazu beitragen, dass verunfallte oder akut erkrankte Menschen schnell medizinisch versorgt werden.“

Am Standort Fulda sind insgesamt 21 Teammitglieder im wechselnden Einsatz – 13 Notärzte des Klinikums Fulda, sechs Notfallsanitäter (TC HEMS) des DRK KV Fulda und drei Piloten der ADAC Luftrettung. Die Koordination der Einsätze erfolgt über die Zentrale Leitstelle Fulda. Anforderungsgrund Nummer eins waren bei den oft lebensrettenden Einsätzen 2018 bundesweit internistische Notfälle wie akute Herz- und Kreislauferkrankungen. In elf Prozent der Fälle wurden die Lebensretter zu neurologischen Notfällen, z. B. Schlaganfall, und in 13 Prozent zu Freizeitunfällen – dazu zählen Sport- und häusliche Unfälle – gerufen. Bei elf Prozent war ein Verkehrsunfall die Ursache. Unter den versorgten Patienten waren mit knapp 60 Prozent deutlich mehr Männer als Frauen. Etwa jeder zwölfte Patient war ein Kind oder Jugendlicher.

Die Station in Fulda lag bei Indienststellung an der innerdeutschen Grenze. Sie schloss eine Lücke im westdeutschen Luftrettungsnetz und deckte nur einen halben Einsatzradius ab. Mit der Wiedervereinigung erweiterte sich das Fluggebiet. Anfangs flog die Crew noch mit dem Hubschraubertyp BO 105 über die Domstadt. Knapp 20 Jahre später erfolgte der Wechsel zum Eurocopter EC 135. Seit Januar 2014 verfügt die Station über das hochmoderne Modell EC 135 P2e.

Autor(en)
Originaltext Pressemitteilung des ADAC Hessen-Thüringen e. V.
Quelle(n):
Pressemitteilung “35 Jahre Hilfe aus der Luft – Rettungshubschrauber ‘Christoph 28‘ in Fulda feiert Jubiläum“ des ADAC Hessen-Thüringen e. V. vom 3. April 2019

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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