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Hessische Luftrettungszentren: 5.019 Menschen mit Hubschraubern versorgt

14.03.2019

Gießen (HES) ::  Die vier hessischen Luftrettungszentren haben im vergangenen Jahr insgesamt 5.019 Patienten versorgt und damit eine schnelle Notfallversorgung nach Unfällen oder bei akuten Erkrankungen gewährleistet. Die Einsätze haben mit 5.426 wieder deutlich zugenommen. Das entspricht einem deutlichen Plus von rund 5,5 Prozent im Vergleich zu 2017 (5.145). Dies ergibt die Jahresstatistik des Regierungspräsidiums Gießen, das für die Luftrettung in Hessen verantwortlich ist.

Von den Luftrettungszentren in Gießen, Frankfurt, Fulda und Kassel aus flogen die „Retter aus der Luft“ durchschnittlich insgesamt 15 Einsätze pro Tag. Ebenfalls angestiegen ist die Zahl der Piloten mit 54 (2017: 45), die dafür sorgen, dass die Hubschrauber rund um die Uhr abheben können. „Die Leistungsfähigkeit unseres Luftrettungswesens garantiert, dass sich die Menschen hier in Hessen auf eine bestmögliche medizinische Notfallversorgung verlassen können“, sagt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich über die aktuellen Zahlen. Insbesondere in ländlichen Gebieten seien die Hubschrauber nicht mehr wegzudenken.

Seit Oktober 2017 fliegt der Zivilschutz-Hubschrauber “Christoph 2“ übergangsweise von Friedrichsdorf aus zu seinen oftmals lebensrettenden Einsätzen

Seit Oktober 2017 fliegt der Zivilschutz-Hubschrauber “Christoph 2“ übergangsweise von Friedrichsdorf aus zu seinen oftmals lebensrettenden Einsätzen

Foto: Jörn Fries

Am Johanniter-Luftrettungszentrum “Christoph Mittelhessen“ auf dem Flugplatz Reichelsheim/Wetterau ist ein weiterer Intensivtransporthubschrauber (ITH) stationiert

Am Johanniter-Luftrettungszentrum “Christoph Mittelhessen“ auf dem Flugplatz Reichelsheim/Wetterau ist ein weiterer Intensivtransporthubschrauber (ITH) stationiert

Foto: Jörn Fries

Im vergangenen Jahr waren insgesamt 54 Piloten, 123 Ärzte und 54 Rettungsassistenten bzw. Notfallsanitäter im Einsatz. „Sie leisten mit ihrer medizinischen Ausrüstung sofortige Hilfe und die Hubschrauber können auch bei einem schonenden Patiententransport über längere Strecken eingesetzt werden“, berichtet Regierungspräsident Ullrich. Die Fehleinsätze sind mit 442 auf dem vergleichbaren Niveau von 2017 (424) geblieben. Auch die Flüge zur Verlegung von Patienten zwischen Kliniken bleibt mit 1.207 (2017: 1.203) nahezu konstant.

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Autor(en)
Originaltext Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Gießen
Quelle(n):
Pressemitteilung “Luftrettungszentren: 5.019 Menschen mit Hubschraubern versorgt“ vom 14. März 2019

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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